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Wetteraukreis: Der Wetter Ausflug – Wilder Stein aus vulkanischen Tiefen

Pressemeldung vom 19. August 2009, 14:02 Uhr

Wetteraukreis. Unser heutiger Ausflug beginnt und endet in der Fürstenstadt Büdingen.

Weglänge: 8,6 Kilometer
Reine Gehzeit: knapp zwei Stunden
330 Höhenmeter

Wir parken am großen Parkplatz in Büdingen am Mühltor un-weit des Garten Kölsch. Von hier gehen wir durch das Mühltor und die Gymnasiumstraße entlang bis zur Ampel, hier links in die Straße Am wilden Stein. Wir folgen der Straße bis zum En-de. Vor dem Altenheim des Roten Kreuzes gehen wir links und nach wenigen Metern sehen wir schon das imposante Gebilde des Wilden Steines – eine Abkürzung aus „der Wilden Frau Gestein“. Die Basaltformation war schon vor unserer Zeitrech-nung Kultplatz und bekam während der Hexenprozesse, ins-besondere im 16. und 17. Jahrhundert, eine berüchtigte Rolle. Hier haben Frauen unter der peinlichen Folter zugegeben „nächtens mit dem Teufel“ zusammengekommen zu sein.

Wir erklimmen über mehrere Stufen den Fels und haben von hier oben einen ersten herrlichen Blick über das mittelalterliche Büdingen. Der Stein selbst ist eine geologische Besonderheit. Ein tertiärer Basaltschlot, der von der Abtragung aus seiner Buntsteinhülle heraus präpariert wurde. In dem Basalt findet man Einschlüsse von Buntstein, der unter Hitzewirkung gelb-lich verfärbt ist.

Wir gehen zurück in Richtung Altenheim. Vorher aber nehmen wir die Treppe nach rechts und gehen auf dem gepflasterten Weg bis zur Straße, dann rechts und gleich wieder rechts den Kirschberg. An einer Gablung nehmen wir den rechten Weg zwischen den Wiesen bergan. Schließlich halten wir uns nach links und gelangen auf einen prächtigen Hohlweg. Bei der Ver-zweigung nehmen wir den linken Weg am Waldrand entlang. Wir passieren ein Wildgatter und gehen vorbei an dem Schießstand eines der ältesten Schützenvereine Deutsch-lands. Bald kommen wir an eine weitere Verzweigung, wo wir den rechten „(Hohl)weg“ nehmen (Zeichen Y). Allenthalben bricht hier der Sandstein durch die Erde.

An der nächsten Verzweigung halten wir uns links und folgen weiter dem Y. In einer langgezogenen Rechtskurve gehen wir bis zu unserem höchsten Punkt der Wanderung auf rund 260 Metern. Das sind immerhin noch zehn Meter mehr als der Dohlberg. An der Verzweigung gehen wir links in einer Spitz-kehre bergab und kommen an eine Wirtschaftstraße, die zum Basaltsteinbruch Rinderbügen führt. Wer Lust hat, kann diesen Abstecher als Ergänzung der Wanderung machen. Die Wan-derung verlängert sich dann insgesamt um gut fünf Kilometer.

Wir aber gehen nach links, überqueren den Seemenbach und bald danach auch die Kreisstraße, die Büdingen mit seinem Stadtteil Rinderbügen verbindet. Wir gehen nach links und nach rund 200 Metern nach rechts und folgen dem Wegweiser für den Radweg in die Büdinger Altstadt. Rechterhand gelan-gen wir dann zu einem weiteren Höhepunkt unserer heutigen Wanderung, dem Büdinger Steinbruch. Aus diesem Steinbruch wurde vor 2.500 Jahren der berühmte Keltenfürst vom Glau-berg geschaffen. Der Steinbruch wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben. Zwei informative Tafeln berichten von Entstehung und Nutzung des Büdinger Sandsteins.

Wir gehen weiter auf der Straße „Am Hain“. Durch das Stadttor kommen wir in die Obergasse und zum Oberhof und von dort aus zum Marktplatz. Jetzt brauchen wir eigentlich nur noch geradeaus zu gehen und sind wieder an unserem Parkplatz.

Ein wenig schade wäre das allerdings schon, denn Büdingen ist eine der schönsten Städte der Region mit einem unver-fälschten Erhaltungszustand und großer Dichte der histori-schen Bebauung. „Durch die kontinuierliche Herrschaft einer Familie und dem fehlenden wirtschaftlichen Aufschwung im 19. und 20. Jahrhundert hat sich das äußere Bild einer geschlos-senen mittelalterlichen Stadtanlage mit dominierender Burg erhalten“, heißt es in der Denkmaltopographie des Wetterau-kreises.

Viele Besucherinnen und Besucher der Büdinger Altstadt loben das Flair des mittelalterlichen Städtchens. Wir lassen uns durch die Gassen treiben, besuchen vielleicht das Heuson-Museum oder das 50er-Jahre-Museum, das Schloss, die Kir-che oder das von Lothar Keil mit hohem persönlichen Aufwand errichtete Sandrosenmuseum im Untertor. Auch die „Steingale-rie“ ebenfalls eine Initiative von Lothar Keil, lohnt einen Be-such. Am besten besichtigt man dann auch noch den benach-barten „Garten Kölsch“, der sich direkt an unsren Parkplatz anschließt.

Singend wandern mit Landrat und Bürgermeister
Wer Lust hat, mit anderen Menschen zu wandern hat dazu am kommenden Sonntag, dem 23. August 2009 in der Zeit von 14:00 bis 17:00 Uhr Gelegenheit. Gemeinsam mit Landrat Joachim Arnold und Bürgermeister Hans-Jürgen Zeiß geht es durch die Gambacher Gemarkung. Ein dicker und ein dünner Wald, eine Wüstung und ein See, der durch ein eingestürztes Bergwerk entstand, erwarten die Wanderer. Heimatforscher Hagen Vetter wird die Wanderinnen und Wanderer fachkundig durch die Gemarkung geleiten. Der Männerchor Edelweiß Gambach begleitet die Wanderer und lädt zum mitsingen ein.

Treffpunkt ist der Bürgerplatz in Münzenberg Gambach, wo wir auch parken können
Wie alle Wanderungen dieser Reihe finden Sie auch die Gambacher Wanderung im Internet unter:
www.wetteraukreis.de/internet/erleben/touris/ausfluege
Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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