Energiewechsel

Wetteraukreis: Der WetterAusflug

Pressemeldung vom 28. Juni 2011, 08:43 Uhr

Vom edlen Sport bis zum natürlichen Schwimmbad zwischen Merkenfritz und Hirzenhain

Weglänge: 12,5 Kilometer
Reine Gehzeit: Knapp drei Stunden, 250 Höhenmeter
Anfahrt: Über die Bundesstraße 275 Hirzenhain – Gedern
Parkplatz: Dorfgemeinschaftshaus Merkenfritz
Startpunkt: Dorfgemeinschaftshaus Merkenfritz im Obergarten

ÖPNV-Verbindungen nach Glauburg, Nidda und Gedern: Nur montags bis freitags zu unregelmäßigen Zeiten

Von unserem Parkplatz aus sehen wir nach wenigen Metern schon den ehemaligen Bahnhof Merkenfritz. Er hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren und steht nun am Rande des Vulkanradweges, einst die Bahnstrecke, die die Wetterau mit dem Vogelsberg verbunden hatte. Heute tummeln sich auf dem Vulkanradweg bei gutem Wetter Radler und Inliner, Skater und auch Fußgänger.

Wir überqueren den Vulkanradweg und biegen in der Mühlstraße nach rechts, die sich bald verzweigt. Vor dem Sackgassenschild gehen wir scharf nach links, den Asphaltweg nach oben. Der geht nach kurzem in einen gut begehbaren Wirtschaftsweg über und führt uns in den Wald.

Wir passieren eine Wiese (1) und wenden den Blick nach links, mit einer schönen Sicht auf den Hoherodskopf mit dem charakteristischen Fernsehturm. Im Wald gehen wir weiter der Nase lang, Abzweigungen nach rechts und links ignorieren wir. Erst wenn wir an ein Feld kommen, wenden wir uns im 90-Grad-Winkel nach rechts, leicht bergan. Vorbei geht es an einigen Feuchtbiotopen, an denen schöne Kopfweiden wachsen, aus deren Zweigen man einst Körbe geflochten hat.

Der Weg wird jetzt ein wenig steiler. Wir kommen wieder in einen Wald mit einer kleinen Schonung, deren Bäume in Reih und Glied stehen, als sollten sie zum Appell antreten. Wir stoßen auf einen breiten Forstweg, dem wir für rund 600 Meter nach rechts folgen. Am Ende des Weges halten wir kurz inne(2). Hier stehen wir an der Grenze dreier Kommunen: rechts Hirzenhain, links Gedern und vor uns Ortenberg. Wir schauen jetzt auf eine große ebene Fläche mit zwei Toren und einer großen Anzeigetafel. Hier wird im August 2011 zum zweiten Mal ein Poloturnier stattfinden. Veranstalter ist der Besitzer von Hofgut Luisenlust, Philipp Fürst zu Stolberg-Wernigerode, der Luisenlust zu einem festen Bestandteil des deutschen Polosports machen will. Wer Lust dazu hat: Das Turnier ist für den 05. bis 07. August 2011 geplant.

Wir gehen jetzt in einer Links-Rechts-Kombination auf das Hofgut Luisenlust zu. Das Hofgut selber und die Gebäude rechts und links des Weges sind in Privatbesitz und nicht zu besichtigen. Vorbei an dem Hofgut kommen wir dann auf eine traumhafte Birkenallee, die Hauptzufahrt zu Luisenlust. Hier kann man sich gut vorstellen, wie einst prunkvolle Feste in herrschaftlichen Häusern gefeiert wurden und die Ehrengäste mit vierspännigen Kutschen angereist kamen.

Vorbei an einem See mit uralten Eichen erreichen wir die Landesstraße 3183 in Richtung Gelnhaar. Nachdem wir die Straße überquert haben, sehen wir nach wenigen Metern auf der rechten Seite das mächtige Forsthaus Luisenlust (3). Wir gehen unseren Weg weiter geradeaus und stoßen auf die Kreisstraße 216 nach Usenborn, der wir für wenige Meter folgen. Die Kreisstraße nimmt eine Linkskurve, wir gehen geradeaus weiter in den Wald, vorbei an der Schwedeneiche (4).

Nach einem kurzen Anstieg nehmen wir an der Kreuzung die rechte Abzweigung, jetzt heißt es immer nur der Nase lang bergab. Zwischendurch müssen wir noch einmal aufpassen! Wir stoßen auf einen Weg (5), dem wir nach links und nach rund 50 Meter in einer scharfen fast 180-Grad-Kurve wieder nach rechts weiter bergab in Richtung Hirzenhain folgen.

In Hirzenhain sehen wir zunächst auf den Fußballplatz und dann auf das Naturerlebnisbad (6), dessen Besuch sich unsere jüngeren Mitwanderer auf jeden Fall verdient haben. Statt einer Chlorierung setzt man hier in Hirzenhain auf die natürliche Reinigung des Wassers durch Pflanzen. Besonders attraktiv ist die Rutschbahn in Form eines Bachlaufs. Die Preise sind außerordentlich zivil: Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder zwischen fünf und 16 Jahren 1,50 Euro, Jüngere 50 Cent, die Familientageskarte gibt es für acht Euro. Das Naturerlebnisbad ist montags bis sonntags, von 10:00 bis 19:00 Uhr, in den Sommerferien bis 20:00 Uhr geöffnet.

Nach einem erfrischenden Bad gehen wir weiter in Richtung Ortsmitte und überqueren die Landesstraße erneut. Über die flott fließende Nidder wandern wir rechts entlang der Bundesstraße einige Meter bis wir zum Kunstgussmuseum von Buderus (7) kommen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Gezeigt werden Schmuckstücke und Medaillons, Plastiken, Reliefs und Skulpturen aus Gusseisen. Öffnungszeiten: sonntags, von11:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:30 Uhr.

Wir müssen jetzt noch ein kleines Stück zurück. Hinter der Kirche stoßen wir auf den Vulkanradweg, der uns zurück nach Merkenfritz führt. Aber Vorsicht: Im Sommer bei schönem Wetter ist hier einiges los! In Merkenfritz verlassen wir bei erster Gelegenheit den Vulkanradweg nach links in den „Obergarten“ und sind nach wenigen Minuten wieder an unserem Ausgangspunkt.

Nach Abschluss der Wanderung besteht noch die Möglichkeit zu einem Besuch im Märchenland Merkenfritz. Dafür überqueren wir von unserem Parkplatz nur die Mühlstraße, wo wir nach einigen hundert Metern in die Liebfrauenstraße und zum Märchenland Merkenfritz gelangen. Das Märchenland mit dem Tal der Saurier, einem Puppentheater und einer Minieisenbahn ist von Ostern bis November täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Eintrittspreise: Erwachsene 2,20 Euro, Kinder 1,60 Euro.

Quelle: Wetteraukreis / Kommunikation und Gremienservice

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis