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Wetteraukreis: Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren – Hilfe auf dem Weg, selbständig zu werden

Pressemeldung vom 7. September 2016, 12:52 Uhr

Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel hat dieser Tage einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 43.000 Euro an die Evangelische Kirchengemeinde St. Michaelis in Klein-Karben überreicht. Mit diesem Geld soll eine zweite Gruppe von zehn jungen Flüchtlingen über 18 Monate hin beruflich orientiert, qualifiziert und schließlich in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Die Flüchtlingshilfe in Karben, vertreten durch die Evangelische Kirchengemeinde St. Michaelis und das Berufsbildungswerk Südhessen, haben im Februar dieses Jahres ein in Hessen einmaliges Projekt gestartet.

„Wir wollen für geflüchtete Menschen Berufsorientierung und die berufliche Qualifizierung auf den Weg bringen. Seit sechs Monaten läuft das Projekt erfolgreich. Aufgrund der hohen Nachfrage startet Mitte September ein zweites Projekt“, berichtet Pfarrer Werner Giesler.

„Damit ermöglichen wir geflüchteten Menschen einen selbstbestimmten Weg in den Arbeitsmarkt und eröffnen eine Zukunftsperspektive in unserem Land“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides.

Das Projekt setzt auf berufliche Orientierung, Qualifizierung und Sprachförderung zur Vorbereitung auf eine Ausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle. Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Flughafen-Stiftung zur Förderung der beruflichen Bildung, die 25.000 Euro beisteuert. Der Rest stammt aus Mitteln des Wetteraukreises und dem Landesprogramm „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget“.

Wie Sozialdezernent Helmut Betschel weiter mitteilte, richtet sich das Angebot an geflüchtete Menschen im Alter von 18 bis 27 Jahren, die nicht mehr schulpflichtig sind und keine formelle Berufsausbildung haben. Dabei sollen die Teilnehmer des Projekts bei ihrer beruflichen Orientierung unterstützt werden.

Im Rahmen des Projekts wird zunächst einmal eine Potentialanalyse für alle Teilnehmer gemacht. Danach folgt die Phase einwöchiger Schnupperpraktika im Berufsbildungswerk Südhessen. Parallel dazu findet Deutschunterricht statt.

Im Anschluss an die Schnupperpraktika konzentrieren sich die Teilnehmer auf einen Ausbildungsbereich und werden dort die nächsten Monate mitarbeiten und berufliche Kenntnisse erwerben.

Das Ziel ist, die Teilnehmer in betriebliche Praktika und im Anschluss daran in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Der Übergang wird ein halbes Jahr begleitet, um das Arbeits- und Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren. So haben die Teilnehmer auch im Betrieb eine Anlaufstelle bei Schwierigkeiten. Weiterhin findet der Deutschunterricht parallel statt.

„Ich finde das ein wunderbares Projekt, das durch Orientierung und Qualifizierung letzten Endes zu einer Berufstätigkeit und zur Integration der Flüchtlinge in unser Land beitragen wird“, sagte Sozialdezernent Betschel bei der Bescheidübergabe.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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