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Wetteraukreis: Gefahr durch „Mama-Taxis“ vor Schulen

Pressemeldung vom 22. August 2016, 13:29 Uhr

Parken im Halteverbot, in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen und an Bushaltestellen, zwischen halb acht und acht Uhr herrscht an vielen Schulen nicht nur in der Wetterau ein regelrechtes Verkehrschaos. Schuld sind meistens die Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, am liebsten direkt vor das Schultor.

Das Ziel ist allen gleich: Jeder will sein Kind sicher in der Schule wissen. Aber mit dem Chaos, das dabei entsteht, entwickeln sich auch viele Gefahrensituationen für die eigenen und auch für andere Kinder.

„Gerade beim Ein- und Aussteigen entstehen oft unübersichtliche Situationen, die wirklich gefährlich werden können. Das beobachte ich jeden Morgen“, berichtet Schuldezernent Helmut Betschel.

Der Wetteraukreis versucht gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die Schulwege sicherer zu machen. „Dazu sind wir auch auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Deshalb appelliere ich gerade zum Schuljahresbeginn, nicht direkt vor der Schule zu halten. Den Kindern und Jugendlichen tut es sicherlich auch einmal ganz gut, ein paar Meter zu laufen. Und wenn es ein paar Hundert Meter sind, dann ist das sicherlich auch kein Beinbruch.“

Mama und Papa freie Zone in der Grundschule

Noch besorgter sind viele Eltern von Grundschülern, gerade von Abc-Schützen, die am liebsten ihr Kind bis in den Klassenraum begleiten würden. Damit tun sie ihrem Kind keinen Gefallen. Insbesondere hilft es dem Kind nicht, seinen Platz in der Klassengemeinschaft zu finden.

Die Idee der Johanniterschule in Münzenberg, mit einem Schild darauf aufmerksam zu machen, dass hier „Mama und Papa freie Zone“ ist, findet der Schuldezernent deshalb besonders gut und rät Eltern und Schulen zur Nachahmung.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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