Energiewechsel

Wetteraukreis: Internet soll viel schneller werden – Breitbandprojekt im Wetteraukreis läuft auf Hoch-touren

Pressemeldung vom 6. August 2009, 14:52 Uhr

Wetteraukreis. Wenn es um die Zukunft des Internets geht setzen die Kommunen auf Funklösungen und einer Kombination aus Kabel- und Funklösung (Hybridtechnik). Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Fachdienst Kreis- und Regionalentwicklung des Wetteraukreises bei den Kommunen des Wetteraukreises durchgeführt hat.

Der Wetteraukreis koordiniert den Ausbau von Breitbandnetzen von 19 der 25 Kommunen im Kreis. „Bei einer Befragung in den 131 Orts- und Stadtteilen wurde schnell deutlich, dass der Wunsch nach einer schnellen und sicheren Internetverbindung alle Befragten einte. Die schnelle Verbindung ins weltweite Netz mit kurzen Down- und Uploadzeiten ist für viele Betriebe und Freiberufler geradezu existenziell“, erläutert Landrat Joachim Arnold.

Deutlich wurde überdies, dass einige Kommunen die kostengünstigere Funkvariante bevorzugen, andere aber die Hybridlösung . Ziel soll es dann sein, eine echte Leistung von 16 MBit/s Download und mehrere MBit/s Upload. Aktuell verfügen im Wetteraukreis nur Bad Vilbel, Karben, Rosbach und Wöllstadt über eine angemessen dimensionierte Internetleitung.

Eine Förderung der Ausbauarbeiten mit Fördermitteln ist dann möglich, wenn eine Unterversorgung nachgewiesen wird. Diese liegt dann vor, wenn die Downstreamzeiten 1 MBit/s betragen und ein Achtel dieses Wertes für den Upstream. Betriebe und Freiberufler versenden oft Dateien mit großen Inhalten und mit entsprechend langer Übertragungszeit. Mit der neuen Internetleitung könnten diese Zeiten sich um das bis zu 25-fache beschleunigen.

Überhaupt nicht zu vergleichen sind die neuen Internetleitungen mit den Leistungen der früheren Modems, die noch bis Ende der 90er Jahre in Betrieb waren. Hier betrug die reale Übertragungszeit oft nicht mehr als drei kbit/s, was dazu führte, dass das Hochladen eines vier MB großen Bildes satte drei Stunden dauerte.

Vertragsabschluss im Herbst

Wie Landrat Arnold weiter mitteilte, haben nach der Ausschreibung zehn Firmen großflächige Angebote für Funk-, Kabel- und Satellitenlösungen abgegeben. Die werden jetzt geprüft. „Anschließend wird verhandelt, ich rechne damit, dass wir die Verträge im Herbst schließen können.“ Die Arbeiten für den Breitbandausbau könnten dann im kommenden Frühjahr beginnen. „Deutschland ist eine Informationsgesellschaft und darauf angewiesen, dass Informationen schnell und sicher übermittelt werden können. Eine flächendeckende Breitbandverkabelung wird so zum unverzichtbaren Standortfaktor, der mit dazu beitragen kann, Betriebe in der Region zu halten und neue anzusiedeln“, so abschließend der Wetterauer Landrat.

Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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