Energiewechsel

Wetteraukreis: Jetzt zur Schutzimpfung gegen FSME

Pressemeldung vom 30. Juni 2015, 14:17 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Mit der wärmeren Witterung steigt das Bedürfnis, sich wieder mehr in der Natur aufzuhalten. Ab einer Außentemperatur von sieben Grad werden aber auch Zecken aktiv. Gesundheitsdezernent Arnold rät deshalb zur rechtzeitigen Schutzimpfung gegen FSME, einer Erkrankung, die durch Zecken verursacht wird.

Zecken sind Spinnentiere und leben im Gras und Unterholz und können sowohl Träger von Viren als auch Bakterien sein. Die Viren sind verantwortlich für die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die es einen wirksamen Impfschutz gibt. Etwa ein bis fünf Prozent der Zecken in den bundesdeutschen Risikogebieten sind mit dem FSME-Virus infiziert. Obwohl der Wetteraukreis nicht zu ihnen zählt, rät Gesundheitsdezernent Joachim Arnold trotzdem zu einer Impfung gegen FSME. „Vor allem, wer sich beruflich oder in der Freizeit viel im Wald oder an Flüssen eines der Risikogebiete aufhält, sollte an einen Impfschutz denken.“

Die FSME-Impfung besteht aus zwei Teilen. Im Abstand von vier bis sechs Wochen wird geimpft. Die Kosten für die Impfung werden von den Krankenkassen übernommen.

Eine FSME-Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, wie eine Sommergrippe. Nach Abklingen dieser Symptome ist die FSME oftmals bereits wieder überstanden. Gefährlich kann es werden, wenn das Virus das zentrale Nervensystem befällt. Die Folge sind Hirnhaut-, Gehirn-, Nervenwurzel- oder Rückenmarksentzündungen, die unter Umständen bleibende Schäden wie Lähmungen von Armen und Beinen oder gar Atemlähmungen hinterlassen können. In besonders schweren Fällen kann die FSME auch zum Tod führen.

Kein Impfschutz gegen Borreliose

Keinen Schutz gibt es gegen die Borreliose. Infizierte Zecken sind überall in Deutschland zu finden. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich an einer Borreliose zu erkranken ist regional verschieden und kann bis zu 35 Prozent betragen.

Die Borreliose wird von spiralförmigen Bakterien, den Borrelien, ausgelöst. Sie ist mit Antibiotika gut behandelbar. Allerdings muss rechtzeitig und in ausreichendem Umfang damit begonnen werden. Häufig, jedoch nicht immer, ist erstes Anzeichen einer Infektion eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle. Diese Rötung ist sehr typisch – wer sie nach einem Zeckenstich beobachtet, sollte sofort zum Arzt gehen. Im späteren Verlauf treten die verschiedensten, weniger spezifischen Symptome auf, beispielsweise Gelenkschmerzen, Haut- und Nervenbeschwerden, manchmal Herzprobleme, Muskelschwächen oder Lähmungserscheinungen.

Quelle: Wetteraukreis – Fachdienst Kommunikation

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis