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Wetteraukreis: Jugendamt stellt sich vor – Fachstelle Jugendarbeit – Zwischen Bildung, Arbeit und Freizeit

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 15:52 Uhr

Wetteraukreis (pdw). „Im Rahmen einer mehrteiligen Presseserie stellen wir die Leistungen und Aufgaben der rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wetterauer Jugendamtes vor“, sagt Erster Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Oswin Veith. Zum Beispiel die Fachstelle Jugendarbeit. Jugendarbeit hat viele Schwerpunkte: Sie reicht von der Internationalen Jugendarbeit über Jugendberatung bis hin zu Fragen aus Schule, Familie und Arbeitswelt. Jugendarbeit heißt aber auch außerschulische Jugendbildung, Spiel und Geselligkeit, Kinder- und Jugenderholung.

Ein besonderer Teil der Fachstelle Jugendarbeit ist das „Jugendbildungswerk“, eine hessische Besonderheit mit einer eigenen gesetzlichen Grundlage, dem Jugendbildungsförderungsgesetz. Das 1978/79 gegründete kommunale Jugendbildungswerk des Wetteraukreises gehört zu einem der ältesten in Hessen. Entstanden sind sie im politischen und gesellschaftlichen Gefolge der 68er Bewegung und erkoren zu ihrem inhaltlichen Schwerpunkt vor allem die außerschulische Jugendbildung. Stichworte wie Lebenskompetenz und die Entwicklung von Identität gehören dazu, ein im weitesten Sinne Lernen für das Leben.

Seit seiner Gründung hat sich der Schwerpunkt des Jugendbildungswerkes gewandelt. Früher stand mehr die politische und ökologische Bildung im Zentrum, dies hat sich geändert. „Die Menschen sind individueller geworden und die Interessen der Jugendlichen haben sich verlagert“, sagt Christiane Volk, Leiterin der Fachstelle Jugendarbeit.

Für die Jugendarbeit gibt es eine eigene gesetzliche Grundlage im achten Sozialgesetzbuch, das sich der Kinder- und Jugendhilfe widmet. Darin heißt es in Paragraf 11: „Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen.“ Mitbestimmung, Mitgestaltung, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Mitverantwortung legen bei der außerschulischen Jugendbildung mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten den thematischen Grund für die Programmplanung der Fachstelle Jugendarbeit.

So finden in Zusammenarbeit mit den Schulen zum Beispiel für einzelne Klassen Seminare zur Berufsorientierung und Lebenswegplanung statt, aber auch zur Konfliktlösung und Gewaltprävention. Es gibt soziale Trainingskurse mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt für EIBE-Klassen und Schüler/innen des Berufsvorbereitungsjahres. Um Bildung im weitesten Sinn geht es auch bei den Video- und Filmwochen, beim Geocaching, bei der Medienerziehung oder beim City-Bound. Allen diesen Seminaren ist gemeinsam, dass sie Kompetenzen aufbauen und stärken sollen. Sie haben gewissermaßen präventiven Charakter.

Jugendförderung: Zur Bildung kommt der Spaß

Junge Menschen lernen zwar spielerisch, aber sie möchten nicht, dass bei aller Bildung der Spaß zu kurz kommt: Hier kommt die Jugendförderung ins Spiel. Die Fachstelle Jugendarbeit bietet jedes Jahr Freizeiten für Kinder und Jugendliche an, sowie eine Familienfreizeit. Und damit eine Teilnahme aus finanziellen Gründen nicht scheitern muss, wird die wirtschaftliche Situation der Familien bei der Bemessung des Kostenbeitrags berücksichtigt. „Manche der Kinder und Jugendlichen fahren schon mehrere Jahre mit uns. Einige streben sogar eine „Karriere“ als Freizeitbetreuer/in an, sagt Christiane Volk. „Es ist schön, über diesen längeren Zeitraum die positive Entwicklung der Kinder mitzuerleben. Hier leisten die kurzzeitpädagogischen Maßnahmen einen wertvollen Beitrag. Kinder und Jugendliche erhalten beispielsweise Anleitung zur Freizeitgestaltung und zum sozialen Miteinander in der Gruppe. Auch von den Eltern bekommen wir die Rückmeldung der stets begeisterten Kinder.“

Betreut werden sie von jungen und jung gebliebenen engagierten Begleitpersonen, in Ausbildung, im Studium oder schon im Beruf befindlich, die ihrerseits Fortbildungsseminare der Fachstelle besucht haben. Darüber, wie man eine Sommer-, Kanu- oder Radfreizeit gestaltet, wie man Erste Hilfe leistet, welche rechtlichen Fragen es zu beachten gibt. „Wir setzen auf Nachhaltigkeit, und bilden praktisch unseren eigenen Stamm von Betreuerinnen und Betreuern aus, die wir über lange Zeit kennen gelernt haben und denen wir vertrauen“, sagt Christiane Volk.

Quelle: Wetteraukreis / Kommunikation und Gremienservice

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