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Wetteraukreis: Kandidaten diskutieren zum Thema Integration

Pressemeldung vom 21. September 2009, 09:03 Uhr

Wetteraukreis. Mit einer Podiumsdiskussion der Wetterauer Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl wurde die dritte Interkulturelle Woche im Wetteraukreis eingeläutet. Im Plenarsaal des Friedberger Kreishauses diskutierten am Samstag Nina Hauer (SPD), Lucia Puttrich (CDU), Achim Güssgen (FDP), Christian Kolb (Bündnis 90/Die Grünen) und Gabi Faulhaber (Die Linke). Moderiert wurde die Diskussion von Canan Topçu, deutsche Journalistin und Autorin türkischer Herkunft.

Der Wetterauer Sozialdezernent Oswin Veith formulierte in seinem Grußwort als wichtiges Ziel der Wetterauer Integrationspolitik. “ Die zugewanderten Menschen im Wetteraukreis – unabhängig von ihrer Herkunft – einander und der einheimischen Bevölkerung näher zu bringen, sie am Wirtschafts- und Sozialleben, am kulturellen und politischen Geschehen gleichberechtigt teilnehmen und teilhaben zu lassen“. Die Partizipation von Migrantinnen und Migranten sei der Königsweg zur Integration Veith warb dafür positiven Aspekte einer gelungenen Integration für alle Seite zu erkennen.

In der anschließenden Diskussion ging im Plenarsaal eher beschaulich zu, wenn man es mit so mancher Kreistagssitzung verglich.

Mit Ausnahme von Frau Fauhaber, die von einer „Scheindiskussion“ sprach, waren sich die Diskutanten einig darüber, dass Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, in unser Land kommen die Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben ermöglicht werden müsse. Sprachkenntnisse seien dabei genauso wichtig wie die Akzeptanz des Wertekanons des Grundgesetzes.

Unterschiede gab es in der Frage des Wahlrechtes, während Faulhaber und Kolb sich dafür aussprachen, dass Menschen, die hier leben und arbeiten auch mitbestimmen dürften, sah Güssgen hier keinen Handlungsbedarf. Nina Hauer plädierte für eine doppelte Staatsbürgerschaft die jungen Migranten nicht die schwierige Frage nach der Zugehörigkeit abverlangt.
Die Kenntnis der deutschen Sprache, darin waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, ist Voraussetzung für die Integration. Ob diese Kenntnisse im Heimatland, vor dem Zuzug nach Deutschland oder auch noch in Deutschland selbst erworben werden könnte, darüber gingen die Meinungen auseinander. Sprachtests im Heimatland, so Lucia Puttrich, könnten hingegen Zwangsehen verhindern.

Das letzte Wort hatte Moderatorin Canan Topçu die sich mehr Respekt für die Migrantinnen und Migranten wünschte. Das Gefühl nicht willkommen zu sein, bewirkt, dass sich viele Migranten mit der Integration schwer tun.

Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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