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Wetteraukreis: Kreis fordert rund 124.000 Euro Sozialhilfe zurück

Pressemeldung vom 18. Januar 2017, 16:25 Uhr

Seit Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005 gehört die Sozialhilfe der Vergangenheit an. Mit ihren Altlasten beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Zentraler Forderungseinzug und bearbeitet Fälle, in denen der Kreis zu viel ausbezahlt hat. Dies betrifft auch Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und der Grundsicherung. Rund 124.000 Euro sind so im vergangenen Jahr an den Kreis wieder zurückgegangen.

Die Arbeitsgruppe Zentraler Forderungseinzug gibt es seit 2006. „Ein Modell, das sich bewährt hat“, sagt Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch, „sind doch in dieser Zeit rund 2,9 Millionen Euro an den Kreis wieder zurückgegangen.“

Überzahlungen gab es dann, wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Betroffenen sich änderten, die Sozialverwaltung aber nicht oder zu spät informiert wurde. „Die meisten der Forderungen entstanden aus diesen Gründen“, erläutert Becker-Bösch.

Bekannt wurden diese Veränderungen durch den Abgleich mit dem Bundesamt für Finanzen und spätestens, nach dem 1996 der automatisierte Datenabgleich mit den Sozialleistungs- und Rentenversicherungsträgern eingeführt worden war. So wurden vor allem Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung bekannt. Zurückgefordert werden zum Beispiel auch Mietkautionen, also Geld, das nur als Darlehen gewährt worden war.

Während viele Schuldner nicht in der Lage sind, das Geld zurückzubezahlen, weil ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze liegt, ist es anderen durchaus möglich, den geschuldeten Betrag in einer Summe zu begleichen. „Jeder Einzelfall wird individuell auf die finanzielle Situation hin geprüft und so sind auch Ratenzahlungen möglich“, sichert die Sozialdezernentin zu.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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