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Wetteraukreis: Kreisbeigeordneter Betschel – „Vernetzung in der Pflege kommt zur richtigen Zeit“

Pressemeldung vom 27. April 2015, 15:56 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Vor wenigen Tagen fand im Friedberger Kreishaus das erste Netzwerktreffen „Pflege im Wetteraukreis“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, Ärzte, Krankenhäuser, häusliche und stationäre Pflege noch enger zu verzahnen, um die gute Pflegesituation in der Wetterau weiter zu verbessern.

Zu der Veranstaltung, die vom Pflegestützpunkt Wetteraukreis und der Pflegefachberatung des Kreises organisiert wurde, kamen mehr als siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Pflegediensten, Krankenhäusern, Ärzten und Altenheimen in das Friedberger Kreishaus.

Bei ihrem Ziel, alle Pflegebedürftigen in der Wetterau optimal zu versorgen, sicherte Sozialdezernent Helmut Betschel den anwesenden Institutionen seine Unterstützung zu. In seinem Grußwort unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete die Bedeutung einer gut aufgestellten Pflegelandschaft für die Wetterauer Bevölkerung.

„Nachweislich steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, mit zunehmendem Alter an. Von hundert Menschen über achtzig werden rund dreißig Prozent, bei den über Neunzigjährigen sogar rund sechzig Prozent pflegebedürftig. Da die sogenannten Babyboomer nun langsam das Rentenalter erreichen und die Menschen gleichzeitig immer älter werden, kommt ein Netzwerk zur besseren Verzahnung von Pflegeabläufen zur rechten Zeit“, so Betschel. Aus diesem Grund sei die Gründung eines Netzwerkes sehr zu begrüßen.

Anschließend stellte Christiana Keller vom Pflegestützpunkt, ihre Arbeit vor. Der Pflegestützpunkt unterstützt pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen bei der Auswahl der geeigneten Maßnahmen, koordiniert alle für die wohnortnahe Versorgung und Betreuung in Betracht kommende Angebote. Auch die Vernetzung der Angebote gehört zu den Aufgaben des Pflegestützpunktes. Deshalb sei sie sehr erfreut, wie viele dem Aufruf des Stützpunktes und der Pflege-Fachberatung gefolgt seien.

Inhaltlich in die Arbeit des Netzwerkes leitete dann Eva van Aken, die Pflege-Fachberatung des Kreises, über. Als eine erste Arbeitsgruppe stellte sie die Überleitungspflege vor. Diese beschreibt den Übergang von einem Bereich der Pflege in einen anderen. Hier sei ein abgestimmtes Vorgehen der verschiedenen Institutionen wichtig, damit keine Lücke bei der Versorgung der Betroffenen entstehe.

Neben dieser Arbeitsgruppe, wurden auch noch weitere gegründet. Diese beschäftigten sich mit den Themen „Steuerung und Struktur“, „Kommunikation und Qualität“, „Einbindung des Ehrenamts in die Pflege“. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das erste Treffen ein Erfolg war. Sie vereinbarten, nun regelmäßig in Arbeitsgruppen und einmal jährlich als gesamtes Netzwerk zusammen zu kommen.

Quelle: Wetteraukreis

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