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Wetteraukreis: Kreiszuschuss für vorbildliche Denkmalpflege

Pressemeldung vom 29. September 2009, 13:54 Uhr

Wetteraukreis. Landrat Joachim Arnold ließ es sich nicht nehmen, den Bewilligungsbescheid für einen Zuschuss über 5.000 Euro Schlosseigentümer Alexander zu Stolberg-Roßla persönlich zu übergeben. „Damit wollen wir einen kleinen bescheidenen Beitrag zur Sanierung eines Kulturdenkmals von herausragender Bedeutung leisten“, so Landrat Joachim Arnold.

Arnold, der als Baudezernent auch für den Bereich Denkmalschutz zuständig ist, bedauert, dass angesichts der schwierigen Haushaltslage nur geringe Mittel für die Förderung des Denkmalschutzes zur Verfügung stehen. Mit dem Zuschuss soll auch an die Verpflichtung der Allgemeinheit zum Erhalt wertvollen historischen Erbes erinnert werden. Bereits vor zwei Jahren wurde die Freilegung und Wiederherstellung von Farbbefunden am Schloss Ortenberg mit 7.500 Euro gefördert.

Das Fürstlich Stolberg’sche Rentamt, auch Hanauer Bau genannt, ist Teil des Gebäudeensembles rund um das Ortenberger Schloss. Der dreiflüglige, spätbarocke Bau entstand Anfang des 18. Jahrhundert und ist durch seine klassizistische Formensprache geprägt. Witterungseinflüsse haben insbesondere die Westfassade stark geschädigt. Im Jahr 2007 begannen die Sanierungsarbeiten, die wesentlich aufwändiger waren, als ursprünglich gedacht.

Perspektivisch soll das Burgmuseum im Hanauer Bau untergebracht werden. Dabei wird eine neue Museumskonzeption verfolgt, bei der nicht vom Mammutzahn bis zum Dreschflegel alles gezeigt wird, sondern ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten ist. Dieses findet sich insbesondere in dem Zusammenspiel von Schloss, Stadt und Umland.

Das Schlossmuseum soll zu einem Zentrum werden, von dem aus die Erkundung der näheren und weiteren Umgebung ausgehen soll. Angesprochen werden vor allem Familien-Besucher. Durch eine besondere Ausstellungsdidaktik sollen die verschiedenen historischen Epochen mit einem „roten Faden“ verbunden werden.

Als Stationen für das Museumsumfeld werden neben der bestehenden Wehranlage, Tore und Türme, Gartenhain, Kirch und Kirchhof auch ein besonders gestalteter Spielplatz und ein Erlebnisparcours ins Auge gefasst.

Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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