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Wetteraukreis: Landrat Arnold – Kreisverwaltung öffnet sich für gesellschaftliche Vielfalt

Pressemeldung vom 11. Februar 2015, 13:06 Uhr

Wetteraukreis (pdw). „Ich will die Kreisverwaltung als Arbeitgeber in der Region verstärkt für alle Bevölkerungsschichten öffnen. Dazu gehört für mich auch Menschen mit Migrationshintergrund als potenzielle Arbeitnehmer zu gewinnen“, so Landrat Arnold.

Kürzlich informierte sich Jo Dreiseitel, Staatssekretär und Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, über die Fortschritte, die der Wetteraukreis in Bezug auf die Öffnung der Verwaltung für die gesellschaftliche Vielfalt macht.

Unterstützt wird die Verwaltung dabei durch die Landesregierung, die das Programm „WIR – Wegweisende Integrationsansätze Realisieren“ ins Leben gerufen hat. Mit den Landesmitteln können die Kommunen Projekte, aber auch eine Personalstelle zur Programmkoordination finanzieren.

„Bei den gewaltigen Herausforderungen, vor die uns die demographische Entwicklung stellt, können wir nicht einfach so weiter machen wie bisher. Wir müssen auch unsere eigenen Strukturen, unser eigenes System an die Veränderungen anpassen“, stellte Arnold bei dem Treffen heraus.

Zwar müsse auch innerhalb der Verwaltung erfasst werden, welche Kompetenzen vorhanden seien und diese über die verschiedenen Arbeitsbereiche hinweg gebündelt werden. Aber das allein reicht nicht aus, um den künftigen Personalbedarf zu decken. Das Feld der potenziellen Arbeitnehmer muss deutlich vergrößert werden.

Sowohl der Landrat als auch der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Betschel sehen die Kreisverwaltung allerdings gut gerüstet für die kommenden Herausforderungen:

Als Glücksfall erweist sich, dass viele Stellen in der Verwaltung an dieser Aufgabe arbeiten. So entwickelt sich die Ausländerbehörde zunehmend zu einer Willkommensbehörde, ein Projektteam beschäftigt sich mit den demografischen Auswirkungen auf die Kreisverwaltung, der Fachdienst Personal setzt Konzepte zur interkulturellen Öffnung und zum besseren Umgang mit Vielfalt um und wird dabei von der vom Land Hessen finanzierten „WIR“-Koordinatorin unterstützt. Das im letzten Jahr vom Kreistag verabschiedete Integrationskonzept des Wetteraukreises ist eine wichtige Grundlage für diese Aktivitäten.

Im Fachdienst Personal fanden bereits ein Workshop und eine zweitägige Fortbildung zu interkultureller Kompetenz und vielfaltsorientierter Personalarbeit statt. Dabei haben sich die Personaler erst mal selbst hinterfragt und die Strukturen auf Barrieren überprüft, die einer potenziellen Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund im Wege stehen könnten.

Auch die Personalgewinnung ist stärker auf das Thema gesellschaftliche Vielfalt ausgelegt worden. So wurden im ersten Schritt Informations- und Werbematerialien zielgruppengerecht überarbeitet. Der direkte Kontakt und Austausch mit Migrantenorganisationen folgt im nächsten Schritt.

Staatssekretär Dreiseitel zeigte sich erfreut über die Arbeit des Wetteraukreises: „Selten habe ich eine Kreisverwaltung erlebt, die sich so rege in dem Bereich gesellschaftliche Vielfalt engagiert. Der Wetteraukreis ist auf einem sehr guten Weg“..

Quelle: Wetteraukreis – Fachdienst Kommunikation

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