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Wetteraukreis: Landrat Arnold zeichnet neun familienfreundliche Unternehmen in der Wetterau aus

Pressemeldung vom 22. Juni 2015, 08:44 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Zum zweiten Mal wurden Unternehmen aus der Wetterau für ihre Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgezeichnet.

Landrat Joachim Arnold hat am gestrigen Donnerstag (18. Juni) die Urkunden an die Buchhandlung Bindernagel (Friedberg), das Gerhardt Bauzentrum (Butzbach), mediaintown (Karben), bft Tankstelle (Büdingen), REWE (Rosbach), satis&fy (Karben), Steuerbüro Strack & Jost (Bad Vilbel), Thomas Mack Kommunikation (Münzenberg) und Werkzeugbau Langkamm (Limeshain) verliehen.

Die Auszeichnung wird vom Wetteraukreis und dem Arbeitskreis Beruflicher Wiedereinstieg vergeben, dem neben dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises das Jobcenter Wetterau, die Agentur für Arbeit, FAB gGmbH, RDW Wetterau, Wirtschaftsförderung Wetterau und vhs Wetterau angehören.
„Wir wollen mit der Auszeichnung gute betriebliche Angebote, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern bekannt machen und zur Nachahmung anregen“, so Kornelia Schäfer, Leiterin des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit.

Hinter dem neudeutschen Begriff „Work-Life-Balance“ verbirgt sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Welche Rahmenbedingungen aber können Unternehmen schaffen, die es Müttern und Vätern erlaubt, Familie, Kinder, Haushalt, Privatleben und den Beruf unter einen Hut zu bringen.

Die ausgezeichneten Betriebe bieten alle flexible Arbeitszeitmodelle an. In vielen Betrieben können Kinder im Notfall mitgebracht werden, Väter in Teilzeit und Elternzeit sind keine Exoten, Ausbildung und Führungsstellen in Teilzeit sowie Zuschüsse für Kinderbetreuung sind häufig die Regel.

Vorteil bei der Suche nach Fachkräften

„Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Schwierigkeit, Fachkräfte zu gewinnen, spielt die Familienfreundlichkeit eine große Rolle“, sagte Landrat Joachim Arnold bei seiner Einführung. „Auch in der Kreisverwaltung haben wir gute und langjährige Erfahrungen mit familienfreundlichen Angeboten gemacht. Vor allem flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Jahresarbeits- und Teleheimarbeit werden gut genutzt“, wusste der Landrat zu berichten.

Ein gutes Einkommen, so Arnold weiter, sei wichtig. „Gute Arbeitsbedingungen sind es aber auch.“ Das bestätigten denn auch die Vertreterinnen und Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen.

Man brauche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Zufriedene Beschäftigte kommen auch gut bei den Kunden an und schließlich sind es eigene Erfahrungen und eigene Bedürfnisse von Unternehmern, die diese auf ihre Beschäftigten übertragen. Das soziale Klima spielt eine immer größere Rolle bei der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der Nutzen, familienfreundliche Angebote zu machen, überwiegt bei weitem die Kosten. Nicht überall geht das so weit wie bei satis&fy, wo die Abkürzung „p g v“ (privat geht vor) bedeutet, dass man tatsächlich wichtige private Angelegenheiten einschieben kann, ohne den Arbeitsauftrag zu vernachlässigen.

Wie betriebliche Gesundheitsprävention und familienfreundliche Maßnahmen sich ergänzen können, referierte im Anschluss Nadja Gabriel zuständig für den Familien- und Gesundheitsservice von der Firma Schunk Group. Beide gemeinsam fördern ein gutes Betriebs- und Arbeitsklima und die Motivation der Beschäftigten, wenn die Maßnahmen in der Unternehmens- und Führungskultur verankert sind.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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