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Wetteraukreis: Passgenaue und bedarfsgerechte Bildungsangebote für Flüchtlinge – Bildungskoordinatoren nehmen Arbeit auf

Pressemeldung vom 27. September 2016, 12:09 Uhr

Kinga Bichler und Dr. Gerd Ulrich Bauer heißen die beiden Bildungskoordinatoren, die seit dem 1. September für zwei Jahre die Bildungsangebote im Wetteraukreis für Flüchtlinge koordinieren sollen.

Ziel ist es, die Integration von Zugewanderten zu erleichtern, indem passgenaue Bildungsangebote auf kommunaler Ebene abgestimmt werden. Die fachlichen Voraussetzungen bringen die beiden Bildungskoordinatoren schon mit. Die 29-jährige Kinga Bichler hat Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Migration studiert. Ihr Kollege Dr. Gerd Ulrich Bauer (48) hat nach dem Studium Deutsch als Fremdsprache mehrere Jahre als Jobcoach gearbeitet.

Finanziert wird die Arbeit der beiden Koordinatoren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Der Wetteraukreis ist einer der ersten Landkreise, der sich um die Finanzierung des Projektes bemüht hat. „Sprachförderung und Integrationskurse, Kindergarten- und Schulplätze, Ausbildung und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen. Die Integration der Menschen, die im vergangenen Jahr zu uns gekommen sind, ist eine Querschnittsaufgabe, die nur durch eine gute Koordination gelingen kann“, erläutert Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Helmut Betschel. Deshalb gehöre es zu den Kernaufgaben von Kinga Bichler und Dr. Gerd Ulrich Bauer, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen und die Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen, so Sozialdezernent Betschel weiter.

Jeder der einzelnen Akteure hat seinen eigenen Blickwinkel. Das Staatliche Schulamt kümmert sich um schulpflichtige Kinder, das Jobcenter um Erwerbsfähige, die ehrenamtlichen Helfer haben in Sachen Bildung vor allem Alphabetisierungskurse im Blick.

„Unsere Aufgabe ist es, diese Angebote zu sichten, den Bedarf festzustellen und wenn möglich aufeinander abzustimmen. Dazu werden wir an den Netzwerktreffen teilnehmen, aber wir werden auch den einen oder anderen Runden Tisch besuchen, um den Bedarf an der Basis besser kennenzulernen. Mit diesem Wissen wollen wir die Zusammenarbeit der einzelnen kommunalen Akteure stärken und die Menschen, die zu uns gekommen sind, schneller in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft integrieren.“

Ein weiterer Schritt ist, aus bestehenden Daten die Qualifikation, die die Flüchtlinge mitgebracht haben, zu ermitteln, um auf dieser Basis weitere Angebote anzustoßen.

Der Wunsch, der alle Migranten vereint, ist der, möglichst schnell eine Arbeit zu finden, um unabhängig von staatlicher Unterstützung leben zu können und gleichzeitig die Angehörigen im Heimatland zu unterstützen. „Nach meiner Erfahrung sind dabei viele Migranten sehr wohl dazu bereit, Arbeiten anzunehmen, die unterhalb ihrer Qualifikation liegen“, berichtet Dr. Bauer aus seiner Erfahrung als Jobcoach.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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