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Wetteraukreis: Potenzial junger Menschen mit Migrationshintergrund nutzen

Pressemeldung vom 26. Februar 2013, 12:54 Uhr

Wetteraukreis (pdw). Die Situation am Ausbildungsmarkt hat sich verbessert. Für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist die Suche nach einem Ausbildungsplatz aber nach wie vor schwierig. „Dabei verfügen sie über verschiedene Kompetenzen, die es stärker zu nutzen gilt“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel. Dies ist Thema beim dritten Workshop des Projektes „Potenziale nutzen“. Er findet am 4. März von 17.30 bis 20 Uhr in der Helmut-von-Bracken-Schule in Friedberg statt.

Das Projekt „Potenziale nutzen – Regionale interkulturelle Kooperation für die betriebliche Berufsausbildung“ will dazu beitragen, dass mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund an eine betriebliche Berufsausbildung machen. Vor allem Mehrsprachigkeit, die Fähigkeit interkulturell zu agieren und Flexibilität sind die Kompetenzen, die diese Jugendlichen mitbringen. Der demographische Wandel wird dazu führen, dass Wirtschaft und Verwaltung sich bei der Personalgewinnung umstellen müssen. „Alle Jugendlichen und auch leistungsschwächere junge Menschen werden zunehmend in den Fokus der Personalverantwortlichen treten“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Betschel-Pflügel. Einige dieser Jugendlichen benötigen wirksame und nachhaltige Unterstützung beim Übergang von der Schule in die Ausbildung.

Im vergangenen Jahr fanden bereits zwei Workshops statt. Regionale Akteure, Eltern und Vertreter von Migrantenorganisationen hatten sich getroffen und in einem ersten Schritt Ideen zur Verbesserung der Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund entwickelt. Nachdem konkrete Schritte zur Weiterarbeit vereinbart wurden, bildeten sich Arbeitsgruppen um Projektideen zu erarbeiten.

„Beim dritten Workshops geht es darum, wie es gelingen kann, dem Selektionsprozess, dem sich junge Migranten und Migrantinnen bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen gegenüber sehen, entgegenzuwirken“, informiert Sozialdezernent BetschelPflügel. Folgende Themen werden in diesem Workshop aufgegriffen:
Informationen für Eltern über Schulsystem, Ausbildung und Weiterbildung;

Jobbörse bei und für Migrantenorganisationen, Nachhilfe, Sprachkompetenz, Dolmetscherschein, Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schule, Jugendlichen und Lehrern.
Interkulturelle Öffnung von Betrieben, Unterstützung bei zum Beispiel sprachlichen Hemmnissen, Anonymisierte Bewerbung/Bewerbungssystem
Öffentlichkeitsarbeit zu Erfolgen und Problemen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
Interessierte werden gebeten sich formlos anzumelden, E-Mail: fachstelle-jugendarbeit@wetteraukreis.de, Telefon: 06031/83311.

Das Projekt wird durchgeführt durch die INBAS GmbH in Kooperation mit dem Wetteraukreis. Es wird im Rahmen der hessischen Qualifizierungsoffensive vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Mehr Informationen unter www.potenziale-nutzen.inbas.com.

Quelle: Wetteraukreis – Fachdienst Kommunikation

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