Energiewechsel

Wetteraukreis: Schullandschaft Wetterau – drei Viertel der Schulen mit Betreuungsangebot

Pressemeldung vom 21. September 2016, 11:19 Uhr

65 von 88 Wetterauer Schulen bieten aktuell Ganztagsangebote an. Für das Schuljahr 2017/18 könnte die Zahl weiter wachsen, und auch die Intensität der Betreuung könnte zunehmen. Voraussetzung ist, dass der Kreistag der Beschlussempfehlung des Kreisausschusses folgt und die entsprechende Prioritätenliste zur Neuaufnahme oder Weiterentwicklung von Schulen im Ganztagsprogramm beschließt und anschließend dem Hessischen Kultusministerium vorschlägt.

Aktuell gibt es in der Wetterau 35 Grundschulen, sieben Förderschulen, sechs Gymnasien und sechs Kooperative Gesamtschulen, zwei Integrierte Gesamtschulen, zwei Mittelstufenschulen, zwei Haupt- und Realschulen, fünf Grund-, Haupt- und Realschulen, davon vier mit Förderstufe und eine Grundschule mit Förderstufe, die Ganztagsangebote anbieten.

„Am gestrigen Dienstag hat der Kreisausschuss eine Prioritätenliste verabschiedet. Wenn der Kreistag nach Beratung im Ausschuss für Bildung schließlich am 7. Dezember der Prioritätenliste zustimmt, dann wird zum kommenden Schuljahr die Josef-Moufang-Schule in Nidda-Ober-Schmitten neu in das Programm aufgenommen, 18 weitere Schulen könnten in den Genuss von Erweiterungen des Angebotes kommen“, berichtet Schuldezernent Helmut Betschel.

Erweiterungen und Aufstockungen

Für die Grundschule Limeshain, die Rosendorfschule Steinfurth, die Wettertalschule Bad Nauheim, die Grundschule am Römerbad Karben, die Herzbergschule Kefenrod, die Maria-Sibylla-Merian-Schule Ortenberg, die Otto-Dönges-Schule in Nidda, die Karl-Weigand-Schule in Florstadt, die Regenbogenschule Bad Vilbel, die Grundschule Karben-Kloppenheim und die Erich-Kästner-Schule in Rosbach werden Erweiterungen beziehungsweise Aufstockungen möglich sein.

„Insgesamt gehe ich davon aus, dass wir wie in den vergangenen Jahren auch sechs zusätzliche Lehrerstellen für die Ausweitung des Ganztagsangebotes an Grundschulen vom Land finanziert bekommen“, sagt Schuldezernent Betschel. „Darüber hinaus haben wir sechs weitere Stellen für den Ausbau des Ganztagsprogramms an weiterführenden Schulen beantragt“, sagte Betschel. Er ist guter Hoffnung auch hier zusätzlich noch Lehrerstellen zugewiesen zu bekommen. Zum aktuellen Schuljahr gab es fünf zusätzliche Lehrerstellen aus dem Ganztagsprogramm. Um am Ganztagsangebot teilnehmen zu können, müssen die Schulen einen entsprechenden Antrag beim Hessischen Kultusministerium auf entsprechende Lehrerzuweisung stellen. In den letzten Jahren wurden jeweils sechs zusätzliche Stellen für Lehrerinnen und Lehrer zur Umsetzung genehmigt.

Drei Profile

Schulen, die sich für Ganztagsangebote entscheiden, könnten unter drei verschiedenen Profilen wählen:

Gestartet wird mit „Profil 1“. Dieses deckt an drei Tagen in der Woche ein Angebot von sieben Zeitstunden zwischen 7:30 und 14:30 Uhr ab.

Im „Profil 2“ bieten die Schulen an fünf Tagen ein Angebot von 7:30 bis 16 oder 17 Uhr an.

In den „Profilen 1 und 2“ ist die Teilnahme an den Ganztagsangeboten für die Schülerinnen und Schüler freiwillig.

Das ändert sich mit dem „Profil 3“. Das sind Ganztagsangebote, die an fünf Tagen Betreuung, Unterricht und verpflichtende Angebote in der Zeit von 7:30 bis 16 beziehungsweise 17 Uhr anbieten.

Ein Mittagessen ist an allen Tagen mit Ganztagsbetrieb in Kooperation mit dem Schulträger anzubieten. „Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren auch viel Geld für den Bau von Schulmensen investiert“, so Schuldezernent Betschel.

Die meisten Schulen in der Wetterau befinden sich noch in Profil 1 und der Weiterentwicklungsphase zu Profil 2, so wie das jetzt die Otto-Dönges-Schule in Nidda und die Erich-Kästner-Schule in Rosbach beantragt haben.

Bereits im Profil 2 sind die Janusz-Korczak-Schule Altenstadt und die Wintersteinschule in Ober-Mörlen. Profil 3 bieten derzeit vor allem die Förderschulen an.

Schuldezernent Betschel wünscht sich freilich eine Beschleunigung des Ausbaus der Ganztagsschulen. „Gerade vor dem Hintergrund vieler neuer Schülerinnen und Schüler mit Flüchtlingserfahrung wünsche ich mir, dass möglichst bald Ganztagsangebote im Profil 3 flächendeckend in der Wetterau realisiert werden können“, so abschließend der Schuldezernent.

Elf Erweiterungen an Grundschulen, sieben an weiterführenden Schulen

Wenn das Kultusministerium den Antrag des Wetteraukreises so übernimmt, können insgesamt 19 Schulen von einer Neuaufnahme beziehungsweise Erweiterung des Ganztagsangebotes profitieren.

Neben der Josef-Moufang-Schule in Nidda/Ober-Schmitten, die mit 0,75 zusätzlichen Stellen neu in das Programm kommt, werden das sein, die

Grundschule Limeshain mit einer ganzen Stelle

(plus 0,5 beantragt),

Rosendorfschule Steinfurth 1,0 (plus 0,5 beantragt),

Wettertalschule in Rödgen mit 1,25 (plus 0,5 beantragt),

Grundschule am Römerbad Karben mit 0,75

(plus 0,25 beantragt),

Herzbergschule Kefenrod mit 1,0 (plus 0,5 beantragt),

Maria-Sibylle-Merian-Schule Ortenberg mit 1,25 (plus 0,75 beantragt),

Otto-Dönges-Schule Nidda mit 1,75 (plus 0,25 beantragt),

Karl-Weigand-Schule Florstadt mit 3,0

(plus 0,5 beantragt),

Regenbogenschule Bad Vilbel mit 2,5

(plus 0,75 beantragt),

Grundschule Kloppenheim mit 1,0 (plus 0,25 beantragt),

Erich-Kästner-Schule Rosbach mit 1,5

(plus 0,5 beantragt)

Für die weiterführenden Schulen sind folgende zusätzlichen Stellen beantragt:

Gesamtschule Konradsdorf, aktuell 3,5 zuzüglich beantragt 0,5, künftig 4,0,

Singbergschule Wölfersheim 3,25 (plus 1,25 beantragt),

Solgrabenschule Bad Nauheim 2,25

(plus 1,25 beantragt),

Kurt-Schumacher-Schule Karben 3,0

(plus 1,0 beantragt),

Schule am Dohlberg 2,75 (plus 0,75 beantragt),

Gesamtschule Gedern 2,75 (plus 0,75 beantragt),

Schrenzerschule Butzbach 2,5 (plus 0,5 beantragt).

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis