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Wetteraukreis: Sozialdezernent Betschel empfängt Vertreter der Evangelischen Kirche

Pressemeldung vom 17. Juni 2015, 09:23 Uhr

Betschel: Kirchen starke Partner bei Flüchtlingsbetreuung

Wetteraukreis (pdw). Sozialdezernent Helmut Betschel traf sich kürzlich mit der Dekanin des Evangelischen Dekanats Büdingen Sabine Betram-Schäfer sowie deren Mitarbeiterin Rita Stoll zu einem Gedankenaustausch in puncto Flüchtlingsbetreuung. Vereinbart wurde eine engere Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der Sprachkurse und der Unterstützung Freiwilliger.

Dass bei der Bewältigung immer größerer Flüchtlingszahlen ehrenamtliche und hauptamtliche engzusammen arbeiten müssen, darin war sich Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel mit den Vertreterinnen der Evangelischen Kirche einig.

„Für die ehrenamtlichen Kräfte ist es wichtig, dass Sie Ansprechpartner haben, die ihnen im Problemfall schnell die notwendige Auskunft erteilen können“, beschreibt Dekanin Bertram-Schäfer ein Hauptproblem der Flüchtlinge. Wichtig sei es, dass die Ehrenamtlichen wissen, wer bezüglich der Flüchtlinge in ihrer jeweiligen Gemeinde der Ansprechpartner sei.

Diese Erfahrung hat auch Sozialdezernent Betschel gemacht: „Oftmals rufen die Ehrenamtlichen bei uns in der zentralen Stelle in der Pfingstweide an. Wir müssen dann erst den Kontakt zu den Ansprechpartnern wie dem Roten Kreuz herstellen“, so Betschel. Aus diesem Grund werde die Verwaltung nun nochmal ein Verzeichnis erstellen, welche Institution für welche Gemeinden zuständig sei. Diese werde den runden Tischen dann zur Verfügung gestellt.

Rita Stoll, bei dem Evangelischen Dekanat Büdingen für den Bereich Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung zuständig berichtete noch von einem anderen Problem:

„Oftmals fehlen ausreichende Weiterbildungsmöglichkeiten und Sprachkurse für die Flüchtlinge. Viele Ehrenamtliche möchten auch gerne selbst Sprachkurse geben, wissen aber nicht, wie sie dies didaktisch angehen sollen“, führte Rita Stoll aus.

Auch hier konnte der Sozialdezernent helfen. So erinnerte er nochmals daran, dass die Volkshochschule des Wetteraukreises Fortbildungen in den genannten Bereichen anbiete. Hier müssten die Ehrenamtlichen jedoch ihren konkreten Bedarf benennen und diesen der Volkshochschule mitteilen.

Die VHS bietet darüber hinaus auch Sprachkurse für Flüchtlinge an. Eine Herausforderung ist allerdings, dass zertifizierte Sprachkurse erst Flüchtlingen angeboten werden dürfen, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist. In den Augen von Sozialdezernent Betschel ist dies jedoch oftmals zu spät.

„Die VHS bietet deshalb auch nicht zertifizierte Sprachkurse an, die die Flüchtlinge bezahlen müssen. Bei der Bezahlung achten wir darauf, dass sie für die Flüchtlinge bezahlbar sind. Sprachkurse, die etwas kosten sind allerdings deutlich besser besucht, da sie für die Flüchtlinge einen hohen Stellenwert haben“, so Betschel.

Dekanin Sabine Bertram-Schäfer und Sozialdezernent Helmut Betschel vereinbarten darüber hinaus, Sprachkurse in den Räumlichkeiten der Kirchen anzubieten. Diese würden vom Kreis ebenso bezahlt, wie die Unterrichtsmaterialien, die kostenlos an die Runden Tische abgegeben werden könnten.

„Das Gespräch war sehr gut und hat dazu beigetragen, die Herausforderungen, die bei beiden Seiten bestehen, besser zu verstehen. Wir werden in Kontakt bleiben und uns regelmäßig austauschen“, so Betschel und Bertram-Schäfer unisono am Ende ihres Gesprächs.

Quelle: Wetteraukreis

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