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Wetteraukreis: Sozialdezernent Betschel mit U3-Ausbau in der Wetterau zufrieden – mehr als 2.600 Plätze geschaffen

Pressemeldung vom 17. Juni 2015, 12:24 Uhr

Wetteraukreis (pdw). „Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ist mittlerweile Allgemeingut geworden. Das einstmals von der Bundesregierung vorgegebene Ziel, Plätze für rund 35 Prozent der unter Dreijährigen zu schaffen, ist freilich nicht ausreichend. Mittlerweile beträgt der Versorgungsgrad in der Wetterau 36 Prozent, der soll aber in den nächsten zwei Jahren auf über 40 Prozent gesteigert werden“, kündigte Jugenddezernent Betschel in einer Presseerklärung an.

„Wir können feststellen, dass alle Kommunen den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten vollendeten Lebensjahr erfüllen. Gleichzeitig steigt der Bedarf weiterhin, sodass wir das Ausbauziel für den Wetteraukreis auf 41 Prozent aktualisiert haben. Der Ausbaustand Ende Mai 2015 lag bei exakt 2.624 U3-Plätzen; das entspricht einem Versorgungsgrad von 36 Prozent aller Kinder von null bis drei Jahren in der Wetterau“, erläutert Betschel.

Die meisten Plätze, nämlich 2.205, sind in Kindertageseinrichtungen entstanden, 419 Plätze gibt es mittlerweile in der Kindertagespflege, also bei Tagesmüttern oder Tagesvätern. „Insofern bin ich zufrieden mit dem Ausbaustand und der weiteren Planung“, so der Jugenddezernent.

Gewaltige Entwicklung

Blickt man ein paar Jahre zurück, dann sieht man den gewaltigen Kraftakt mit dem die Städte und Gemeinden im Wetteraukreis Plätze in Kindertageseinrichtungen geschaffen haben. 2006 gab es 508 Plätze für Kinder unter drei Jahren in 59 Einrichtungen und 16 Kommunen, jetzt sind es in allen Städten und Gemeinden über 2000 in knapp 150 Einrichtungen. Dabei sind Einrichtungen mit Ganztagsplätzen die Regel, nämlich zu 84 Prozent.

Bei der Kindertagespflege war die Steigerung noch höher, nämlich von 70 auf 419 Betreuungsplätze. „Die Zahl der Kommunen, in denen es solche Betreuungsplätze gibt, stieg von zehn auf jetzt 21.

In den kommenden drei Jahren soll die Zahl der Betreuungsplätze von 2.624 auf 2.990 erhöht werden: 2.510 in Kindertageseinrichtungen, 480 in der Kindertagespflege. „Damit werden wir dann eine Versorgungsquote für unter Dreijährige von 41 Prozent erreichen. Das ist eine Quote, die der Lage des Wetteraukreises als Teil der Metropolregion Rhein-Main mit hohem Arbeitsplatzangebot angemessen ist.“ Bereits 2013 wurden laut Bundes- und Landesvergleich rund 30 Prozent aller U3-Kinder im Wetteraukreis außerhalb der Familie betreut. Damit befindet er sich leicht über dem Hessendurchschnitt, an sechster Stelle aller hessischen Landkreise, und auf dem Niveau der Städte Wiesbaden und Kassel.

Knapp 13 Millionen Euro Fördermittel
12,8 Millionen Euro sind in den letzten sechs Jahren an Bundes- und Landesinvestitionsförderungen in die Wetterau geflossen. „Gefördert wurden insgesamt 160 Einzelvorhaben: 106 in Kinderbetreuungseinrichtungen und 54 in der Tagespflege.

In der Tagespflege ging es vor allem um Renovierungs- und Ausstattungsinvestitionen, bei den Kindertageseinrichtungen wurden allein 37 besonders aufwändige Neu- und Erweiterungsbauten gefördert, daneben kleinere 57 Um- und Ausbauten sowie in 12 Einrichtungen lediglich die Ausstattung. Gefördert wurden 1.448 Plätze in allen 25 Städten und Gemeinden und damit rund 55 Prozent aller Plätze

Für 2015 bis 2018 stehen weitere 500 Millionen Euro für die Kinderbetreuungsfinanzierung zur Verfügung. „Nachdem es in der Förderperiode 2008 bis 2013 2,15 Milliarden Euro waren und in der Periode 2013 bis 2015 immerhin noch deutlich mehr als eine Milliarde. Damit werden für die kommenden vier Jahre insgesamt 42,3 Millionen Euro für Hessen aus diesem Bundesinvestitionsprogramm fließen. Für die Wetterau rechne ich mit etwa zwei Millionen Euro, die weiterhin vom Kreis bewirtschaftet werden“, sagt Betschel.

Mit dem Geld werden wie bisher zusätzliche Betreuungsplätze für unter Dreijährige geschaffen. Neu ist, dass auch solche Plätze gesichert werden können, die nach Einschätzung des Jugendhilfeträgers ohne Erhaltungsmaßnahmen entfallen würden. „Hier“, so Betschel, „ergeben sich Chancen für eine Qualitätsverbesserung der räumlichen Gegebenheiten in Kitas und Kindertagespflege.“

Anträge auf Mittel aus dem Bundesinvestitionsprogramm können Träger sowie Kindertagespflegestellen weiterhin beim Wetteraukreis, Fachstelle Familienförderung stellen. Allerdings werden die hessischen Förderrichtlinien erst im Sommer vorliegen.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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