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Wetteraukreis: Sport überspringt kulturelle Hürden – Vortrag im Rahmen der Interkulturellen Woche

Pressemeldung vom 22. September 2009, 15:51 Uhr

Wetteraukreis. Vom 19. September bis 3. Oktober findet die Interkulturelle Woche statt, die sich das Motto „Misch mit!“ gegeben hat. Misch mit – zum Beispiel beim Sport. Dass Sport kulturelle Hürden überspringt, ist Thema des Vortrags von Gül Keskinler, den sie im Rahmen der Interkulturellen Woche am 29. September im Kreishaus Friedberg hält. Keskinler ist beim Landessportbund Hessen Leiterin des Projekts „start – Sport überspringt kulturelle Hürden“, das Frauen mit Migrationshintergrund für den Vereinssport gewinnen möchte. Veranstalter des Vortrags sind der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit und der Sportkreis Wetterau. Eingeladen sind alle in Sportvereinen Aktiven, SportlehrerInnen und alle Interessierten.

„Beim Sport können Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Spaß haben“, sagt der Schirmherr der Interkulturellen Woche, Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith. „Kulturelle Unterschiede und auch Sprachprobleme treten in den Hintergrund, Körpersprache ist angesagt.“ Welche Rolle Migrantinnen in und für Sportvereine spielen, wo der Nutzen für beide Seiten liegt und was erforderlich ist, um Frauen mit Migrationshintergrund für Sportvereine zu interessieren, ist Inhalt des Vortrags von Gül Keskinler. Diese Themen sind auch für Sportvereine in der Wetterau von großem Interesse. Hier leben rund 60.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Allerdings ist der Anteil an Frauen mit Migrationshintergrund, die in Vereinen aktiv sind, relativ gering und beträgt nur rund fünf Prozent. Im Vergleich dazu sind 50 Prozent der männlichen Migranten organisiert.

Die türkischstämmige Projektmanagerin Gül Keskinler lebt seit 1970 in Deutschland und ist als Projektleiterin beim Landessportbund Hessen für das Projekt „Start“ verantwortlich. Dessen Ziel ist es, Migrantinnen über sportliche Aktivitäten zu integrieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, am öffentlichen Leben teilzuhaben. Migrantinnen werden von deutschen Mentorinnen zu Übungsleiterinnen ausgebildet und nehmen parallel dazu an Deutschkursen teil. So übernehmen diese Frauen eine Vorbildfunktion für andere Migrantinnen. Aber auch Sportvereine können durch den Zuwachs an engagierten Mitgliedern Vorteile gewinnen.

Der Vortrag „Migrantinnen – aktiv im Sport“ findet am 29. September von 19.30 bis 21.30 Uhr in der Kreisveraltung Friedberg, Raum 201 statt. Für Fragen zur Veranstaltung steht der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit zur Verfügung: Telefon: 06031/83-5301, E-Mail: fachdienst-frauen@wetteraukreis.de.
Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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