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Wetteraukreis: Startschuss für umfassendes Integrationskonzept gegeben – Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith – Integration soll im Wetteraukreis hohen Stellenwert erhalten

Pressemeldung vom 13. August 2009, 13:11 Uhr

Wetteraukreis. Was den erwachsenen Fußballern nicht gelungen ist, hat die U 21 Fußballnationalmannschaft erreicht, sie ist Fußball-Europameister geworden. Für manche gewöhnungsbedürftig war dabei die Zusammensetzung dieser jungen Mannschaft mit Fußballernamen, die einem nicht so ohne weiteres über die Lippen gehen. „Deutschland ist bunter geworden und zu den landläufigen Namen wie Müller, Meier, Kowalski kommen jetzt eben Namen wie Özil, Khedira oder Boateng. Gerade die haben gemeinsam mit ihren Kameraden diese großartige Mischung aus Spielfreude, Technik und Kraft erzeugt. Ich sehe gerade diese Fußballmannschaft als hervorragendes Beispiel dafür, welch erfolgreiche Ergebnisse die Einbindung aller hier lebenden Menschen hervorbringen kann.“

Integration soll nach den Worten des Wetterauer Sozialdezernenten aber nicht nur deshalb einen hohen Stellenwert im Wetteraukreis bekommen. „Wir wollen den hier lebenden Menschen eine Chance geben, sich in die Gesellschaft einzugliedern und gleichzeitig ihre kulturellen und religiösen Eigenheiten zu bewahren. Der Vorteil liegt für alle auf der Hand. Die Gesellschaft wird durch neue Ideen und andere Konzepte bereichert und Migranten können von der Vielfalt und dem Reichtum unserer Kultur und Gesellschaft profitieren. Voraussetzung dafür ist freilich der Wille, sich integrieren lassen zu wollen und auch , die Sitten, Gebräuche und Lebensweisen der hier lebenden Menschen zu akzeptieren. Unverzichtbar ist die Beherrschung der Sprache, sie ist die Basis einer jeden Integration.“
Wie Veith weiter mitteilte, soll ein umfassendes Integrationskonzept für den Wetteraukreis erarbeitet werden. Damit soll ein ganzheitlicher Ansatz geschaffen werden, der über die Unterstützung einzelner Projekte, wie etwa Integrationslotsen oder Interkulturelle Woche, hinausgeht. „Deshalb habe ich die Stabsstelle Integration eingerichtet, die ein solches Konzept erstellen soll. Der langjährige Mitarbeiter des Fachdienstes Migration, Josef Bercek, ist Leiter dieser Stabsstelle und hat Kontakte zu verschiedenen Arbeitsgruppen, die bereits zahlreiche Vorschläge erarbeitet haben.“

Insbesondere von der Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeirat erhofft sich Veith greifbare Ergebnisse. „Wir wollen deshalb von Anfang an möglichst viele Beteiligte in den Prozess einbinden“, so Veith, der im kommenden Jahr die ersten Ergebnisse vorlegen will. „Interkulturelle Kompetenz nutzen und die Chancen für uns alle aufzeigen, das ist ein wesentlicher Punkt, der mit dem Integrationskonzept aufgegriffen werden soll.“
Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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