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Wetteraukreis: Tag der Zahngesundheit – Erfolgreiche Arbeit der Patenzahnärzte

Pressemeldung vom 20. September 2016, 13:58 Uhr

Der 25. September ist in Deutschland der Tag der Zahngesundheit. Seit einem Vierteljahrhundert wird am 25. September die Gesundheit von Mund und Zähnen in den Mittelpunkt gestellt. Das Motto des diesjährigen Tages der Zahngesundheit ist „Gesund beginnt im Mund – Fakten gegen Mythen!“

„An apple a day keeps the doctor away.“ Dieser altbekannte Spruch hat sicherlich seine Berechtigung. Dass aber ein Apfel das Zähneputzen ersetzt, gehört zu jenen Mythen, die am Tag der Zahngesundheit entzaubert werden sollen.

Noch schädlicher sind Aussagen wie „Milchzähne müssen nicht besonders gepflegt werden, weil sie sowieso ausfallen“ oder die Vorstellung, dass schlechte Zähne erblich sind. Solchen Mythen tritt der Arbeitskreis Zahngesundheit, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert schon lange entgegen.

Mit regelmäßigen Aktionen in den Kindertagesstätten werden Kinder schon früh an das regelmäßige Zähneputzen herangeführt. Denn gute Zahnpflegegewohnheiten überdauern auch später kritische Lebensabschnitte wie die Pubertät.

Dass die Aufklärungsarbeit in Sachen Zahngesundheit erfolgreich ist, das konnte man unlängst in allen Medien lesen. „Die Zähne der Deutschen werden besser“, lautete die Schlagzeile in den Medien.

Hatten 1997 fast 60 Prozent der 12-Jährigen in Deutschland Karies, so ist diese Zahl auf nur weniger als 20 Prozent zurückgegangen. Auch ältere Menschen haben gesündere Zähne. Vor 20 Jahren hatten noch 25 Prozent aller über 65-Jährigen ein Vollgebiss, heute ist es nur noch jeder Achte. Einen Beitrag dazu haben auch die Arbeitskreise Jugendzahnpflege geleistet.

In der Wetterau konnte der Arbeitskreis vor kurzem sein 25-jähriges Jubiläum feiern und hat dabei eine bemerkenswerte Bilanz vorgelegt. Insgesamt werden 176 Einrichtungen, davon 14 reine Kinderkrippen (U3) durch den Arbeitskreis Jugendzahnpflege und 82 Patenschaftsteams betreut.

Voraussetzung, um Patenzahnarzt zu werden, ist die Teilnahme der Zahnärzte und ihrer Mitarbeiter an einer Fortbildung. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertagesstätte gibt es sogenannte Basisfortbildungen für die Umsetzung des Konzepts „Fünf Sterne für gesunde Zähne“. Dazu gehört beispielsweise die Übernahme eines „Zuckerfreien Vormittags“. In den letzten drei Jahren wurden für dieses Projekt nochmal rund 450 Erzieherinnen und Erzieher in 53 Kindertagesstätten fortgebildet.

Wir haben mit Patenzahnarzt Hartmut Schade aus Gedern gesprochen:

Frage 1: Wie oft sind Sie in den Kindertagesstätten?

Antwort 1: Wir besuchen zwei Mal im Jahr jeden Kindergarten und einmal kommen die Einschulkinder zu uns in die Praxis. Wenn die Eltern das wünschen, machen wir auch eine Zahnputz-Zauberstunde für Kinder unter drei Jahren.

Frage 2: Wie begegnen Ihnen die Kinder dort?

Antwort 2: Die Kinder kommen zu uns immer offen und ohne Angst. Die Älteren kennen uns und freuen sich jedes Mal auf unseren Besuch. Dadurch kommt die Angst bei den Jüngeren erst gar nicht auf.

Frage 3: Bei vielen Erwachsenen ist das Thema Zahnarzt durchaus mit Angst verbunden. Wie bauen Sie solche Ängste in den Kindertagesstätten ab?

Antwort 3: Die Kinder sind neugierig, sie wollen vieles wissen. Sie stellen viele Fragen und dürfen bei ihrem Praxisbesuch Geräte anfassen, Füllungen in Gipszähne machen oder Rollenspiele einer Behandlung durchführen. Außerdem tut die Gruppendynamik ihr Übriges.

Frage 4: Wie erfolgreich bewerten Sie Ihre Arbeit? Hat sich die Zahngesundheit in den betreuten Einrichtungen verbessert?

Antwort 4: Die Arbeit muss erfolgreich sein, die Zahlen belegen es, dennoch ist es sehr mühsam. In den Kindergartengruppen, in denen die Möglichkeit des Zähneputzens besteht, wird auch die Information in die Familien transportiert. So erreicht man auch manches Elternpaar.

Frage 5: Was geben Sie den Eltern für Tipps zur Verbesserung der Zahngesundheit ihrer Kinder?

Antwort 5: Sehr schön anschaulich ist das Fünf-Sterne-Plus-Prinzip für gesunde Zähne. Die Umsetzung ist auch Voraussetzung für den Erhalt des Prädikatsiegels für die Kindertagesstätten. Außerdem vermitteln wir die Zahnputztechnik nach KAI. Dahinter verbirgt sich Putzen der Kauflächen, der Außenflächen und der Innenflächen stets von rot nach weiß.

Quelle: Wetteraukreis / Fachdienst Kundenservice und Kommunikation

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