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Wetteraukreis: Unwetter über der Wetterau

Pressemeldung vom 19. August 2009, 14:03 Uhr

Wetteraukreis. Glück im Unglück hatten sozusagen die Menschen in der südlichen Wetterau, als am gestrigen Sonntag ein Unwetter mit einem „Mini-Tornado“ über Karben und Bad Vilbel hinwegsauste. Das erwartete Hochwasser blieb indes aus. Besonders Okarben war Brennpunkt des Einsatzgeschehens, denn im dortigen Rodheimer Weg wurden durch eine Windhose zwei Dächer abgedeckt. Das THW Friedberg half den Feuerwehren, die größten Schäden zu beseitigen.

Der vergangene August-Sonntag hatte sich so schön angelassen mit stahlblauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen. Wer hätte gedacht, dass am Abend über der südlichen Wetterau ein Wetterchaos hereinbrechen sollte. Gegen 21 Uhr verdichteten sich die Hinweise auf ein bevorstehendes Unwetter und der Deutsche Wetterdienst hatte den Leitstellen-Führungsstab des Wetteraukreises mit entsprechenden Warnmeldungen eingestimmt. Eine halbe Stunde später war in der Zentralen Leitstelle am Europaplatz hektisches Einsatzgeschehen ausgebrochen, so dass auch die Kollegen der Rufbereitschaft einsprangen und die diensthabenden Einsatzdisponenten verstärkten. Der Leitstellen-Führungsstab war zusammengetreten und unterstütze das geschehen im Hintergrund.

Einsatzschwerpunkt war Okarben, wo offensichtlich eine Windhose in der Straße „Rodheimer Weg“ zwei Dächer abgedeckt und arg beschädigt hatte. Betroffen war davon ein Gewerbebetrieb und ein Privathaushalt. Der Rodheimer Weg lag genau in der Windrichtung des Unwetters und bildete sozusagen die „Mini-Tornado-Alley“ des gestrigen Geschehens. Der Leitstellen-Führungsstab stimmte sich mit dem THW Friedberg ab und leitete die notwendigen Absicherungsmaßnahmen ein. Gottlob blieben die eigentlich massenhaft erwarteten voll gelaufenen Keller aus. Nur dort, wo Dachflächen beschädigt wurden, waren auch Wasserschäden zu verzeichnen.

Ein weiteres waren ein beschädigtes Zirkuszelt in Ranstadt und zahlreiche, durch Windbruch blockierte Straßen. Diese Einsatzszenarien waren allerdings weniger dramatisch und wurden durch die örtlichen Feuerwehren bzw. durch die Straßenmeistereien routiniert abgearbeitet. Der Leitstellen-Führungsstab, bestehend aus führenden Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheit, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Brandschutz unter Leitung von Dr. Reinhold Merbs, konnte nach rund zweieinhalb Stunden „Entwarnung“ geben, nachdem sich das Einsatzgeschehen wieder beruhigt und sich auf normalem Level eingependelt hatte. Dr. Merbs dankte allen Beteiligten aus den freiwilligen Feuerwehren, dem THW sowie den Kollegen der Zentralen Leitstelle und dem Führungsstab des Wetteraukreises für den sonntäglichen Einsatz, der glücklicher Weise recht harmlos ablief. Auch der Dezernent für den Katastrophenschutz im Wetteraukreis, Kreisbeigeordneter Ottmar Lich zeigte sich erfreut über das Engagement aller am Einsatz Beteiligten und sprach allen seinen Dank im Namen der Wetterauer Bevölkerung aus. „Die Wetterau hat schon schwerere Stürme erlebt und daher „Kyrill“ und „Emma“ nicht vergessen. Deswegen haben wir mit dem Leitstellen-Führungsstab eine sehr bewegliche und schnell reagierende Einsatzleitungsstruktur im Wetteraukreis installiert, die sich auch heute wieder bewährt hat“, betonte Katastrophenschutzdezernent Lich abschließend wörtlich.
Quelle: Stadt Wetteraukreis – Pressestelle

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