Energiewechsel

Wetzlar: Architektenleistungen werden überwiegend an heimische Büros vergeben

Pressemeldung vom 30. September 2009, 11:56 Uhr

Wetzlar. Notwendige Schulsanierungen aus Kreismitteln, Finanzspritzen aus den
Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes Hessen trotz und
gerade wegen der Krise stehen im umfangreichen Maße Gelder zur
Verfügung, um öffentliche Bauten auf Vordermann zu bringen. Dies
trifft im Lahn-Dill-Kreis insbesondere auf die Schulen zu. Wie kein
anderer hessischer Schulträger hat der Lahn-Dill-Kreis systematisch
begonnen, seine Schulgebäude und Turnhallen auf Schwachstellen zu
untersuchen mit der Folge, dass bei machen Zeitgenossen der Eindruck
entstanden ist, nur im Land an Lahn und Dill gäbe es derartige
Hiobsbotschaften. Bei genauem Hinschauen stellen mittlerweise auch
andere Schulträger fest, dass ihre Gebäude vielfach kritischer zu
beurteilen sind, als man zunächst angenommen hat. Landrat Schuster: „Wir
sind und wir bleiben an dem Punkt keine Ausnahme. Die umfangreichen
Schäden sind sehr bedauerlich, müssen aber behoben werden. Darin
steckt aber auch die Chance viele Dinge in einem größeren
Sachzusammenhang als bisher möglich zum Guten zu wenden. Hierbei
unterstützen gerade auch die Mittel aus den Konjunkturprogrammen.“

Nach Ansicht des Landrates ist es sehr erfreulich, dass die in diesem
Zusammenhang von dem Landkreis zu erteilenden Aufträge an
Architekturbüros zu mehr als 75 Prozent im Landkreis verbleiben. Dies
ist eine Bestätigung der Leistungsfähigkeit der heimischen Planungsbüros
und trägt zu deren Auslastung und wirtschaftlichen Stärkung bei.
Zugleich werden auf diesem Wege Referenzen erworben, die bei anderen
öffentlichen Aufträgen, auch außerhalb des heimischen Raumes, nur von
Vorteil sein können.

In diesem Zusammenhang wies der Landrat darauf hin, dass es weder
möglich, noch sinnvoll sei, eine „Abschottungspolitik“ zu betreiben
und Aufträge des Landkreises nur an Architekturbüro aus dem Kreisgebiet
zu vergeben, wie dies gelegentlich von einzelnen Büros, aber auch
politischen Vertreterinnen und Vertretern gefordert werde. Schließlich
führe eine solche auch den Vorschriften zuwider laufende Praxis dazu,
dass auch andere Gebietskörperschaften sich abschotteten. Damit würden
auch die Möglichkeiten der hiesigen Büros in anderen Bereichen aktiv
werden zu können deutlich eingeschränkt werden. Schuster abschließend:
„Ein solches Vorgehen ist weder im Sinne der qualitativ hochwertigen
Erledigung der Aufgabe noch des Wettbewerbes geboten.“

Quelle: Stadt Wetzlar – Pressestelle

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