Energiewechsel

Wetzlar: Berufswahl mal ganz anders

Pressemeldung vom 28. Februar 2017, 12:33 Uhr

. Wie man bei der Berufsplanung geschlechtstypische Klischees überwindet
. Neue Ausgabe von ,abi» extra‘ an Schulen der Sekundarstufe II und im BiZ kostenlos erhältlich

Was haben ein Erzieher, eine technische Produktdesignerin und ein Anästhesietechnischer Assistent gemeinsam? Sie arbeiten in Berufen, die als „geschlechtsuntypisch“ gelten, und sind damit eine Ausnahme. Nach Angaben der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar lassen sich noch immer viele Jugendliche bei der Studien- und Berufswahl von gängigen Rollenbildern leiten. Wie diese Muster durchbrochen werden können, zeigt das neue Magazin der Bundesagentur für Arbeit ,abi» extra‘. Das Heft mit dem Titel „Ich bin einzigartig“ liegt ab sofort an Schulen der Sekundarstufe II sowie in den Berufsinformationszentren (BiZ) Limburg und Wetzlar kostenfrei aus. Einzelexemplare können unter den Rufnummern 06431 209890 sowie 06441 909155 ebenfalls kostenlos angefordert werden.

Berufs- und Studienwahl jenseits der Klischees
Obwohl knapp die Hälfte aller Studierenden weiblich ist, seien die technischen Studiengänge weiterhin fest in männlicher Hand, heißt es in der Mitteilung der Arbeitsagentur weiter. Frauen ziehe es vermehrt zu den Geisteswissenschaften sowie den sozialen Berufen. Nicht immer stimme die Studien- und Berufswahl mit den eigenen Stärken und Interessen überein, sondern werde zum Teil von (auch unterbewusst) existierenden Klischeevorstellungen oder Rollenbildern überlagert.

Den Blick über den Tellerrand werfen
Das neue Magazin ,abi» extra‘ nimmt behutsam die Fäden auf und motiviert junge Erwachsene mit Hintergrund- und Erfahrungsberichten, sich bei der Orientierung nicht nur mit den ihnen bekannten Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Auf 28 Seiten kommen Experten, Studierende sowie Berufserfahrene zu Wort. Es wird hinterfragt, woher die Vorstellungen geschlechtstypischer Tätigkeiten stammen und wie sie abgebaut werden können. Beispielsweise berichtet eine duale Studentin, wie die Teilnahme an zwei MINT-Camps ihre Entscheidung für ein technisches Studium beeinflusst hat.

Auf die Stärken kommt es an
Die Wahl des passenden Ausbildungsberufs oder Studiengangs sollte, egal in welche Richtung, auf die eigenen Interessen und Fähigkeiten ausgerichtet sein. Diese ,abi» extra‘ animiere, das Nichtgedachte auszuprobieren und stellt junge Menschen vor, die in „geschlechtsuntypischen“ Bereichen arbeiten. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt sowie eine Übersicht über die am meisten gewählten Studien- und Ausbildungsberufe – getrennt nach Männern und Frauen – runden das Magazin ab.

Quelle: Agentur für Arbeit Wetzlar

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