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Wetzlar: Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Limburg-Weilburg: Blick in die Städte und Gemeinden

Pressemeldung vom 9. August 2016, 13:45 Uhr

– Skala der Veränderungen reicht von minus 31,7 bis plus 5,5 Prozent
– Kommunen weisen auch unterschiedliche SGBII-Quoten auf

Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten zwölf Monaten in den Städten und Gemeinden des Landkreises Limburg-Weilburg unterschiedlich entwickelt. Wie die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar mitteilt, weisen Elbtal (-31,7 Prozent), Mengerskirchen (-22,8 Prozent), Bad Camberg (-18,5 Prozent), und Weilmünster (-13,0 Prozent) derzeit den größten Rückgang aus. Lediglich die Gemeinde Beselich verzeichnet mit einem Plus von sieben Arbeitslosen einen geringen Anstieg von 5,5 Prozent. Die Agentur für Arbeit betont bei der Vorlage der Ergebnisse, dass diese Zahlen nur bedingt die wirtschaftliche Entwicklung der Kommunen widerspiegeln. Durch die hohen Pendlerverflechtungen Mittelhessens bis ins Rhein-Main-Gebiet hänge das Ergebnis insbesondere für kleinere Gebietskörperschaften oft von Zufälligkeiten ab. Dort hätten die meisten Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz außerhalb des Wohnortes – bei eintretender Arbeitslosigkeit würden sie dann allerdings bei ihrer Wohngemeinde als Erwerbslose registriert. Auch unterschiedliche Entwicklungen der Wohnbevölkerung, insbesondere Zu- und Wegzüge, führten bei kleineren Gemeinden zu überproportionalen Ausschlägen.

Nach den jetzt vorliegenden Regionalergebnissen gab es Ende Juli die meisten Arbeitslosen in der Stadt Limburg (1.200). Mit deutlichem Abstand folgen Hadamar (417) und Weilburg (350). Die wenigsten Arbeitslosen wurden in den Gemeinden Elbtal (56), Merenberg (81) und Weinbach (93) registriert. Bei dieser Betrachtung falle der Größe der jeweiligen Kommune allerdings eine entscheidende Rolle zu, heißt es bei der Agentur weiter. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit im Juli im Kreisgebiet insgesamt um 441 Erwerbslose. Dies entspricht einem Rückgang von 9,3 Prozent.

Ein Blick auf den Anteil der vom Jobcenter betreuten SGB II-Arbeitslosen in den Gemeinden zeigt ein Übergewicht in Limburg und Weilburg. Hier rechnen 75,3 bzw. 71,1 Prozent aller Arbeitslosen zum Rechtskreis SGB II. Den geringsten SGB II-Anteil weisen Selters (48,5 Prozent), Hünfelden (49,0 Prozent) und Villmar (50,4 Prozent) aus. Auf den gesamten Landkreis bezogen beträgt die SGB II-Quote 65,7 Prozent.

Detaillierte Ergebnisse der einzelnen Gemeinden gibt es im Internet unter: www.arbeitsagentur.de/limburg-wetzlar > Zahlen Daten Fakten > Arbeitsmarkt > Arbeitsmarktberichte 2016.

Quelle: Agentur für Arbeit Wetzlar

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