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Wetzlar: Sozialbericht 2008 – ein sozialstruktureller Überblick

Pressemeldung vom 25. September 2009, 11:14 Uhr

Wetzlar. Der zweite Sozialbericht, ein sozialstruktureller Überblick des Lahn-Dill-Kreises, der soeben erschienen ist, legt es offen: 12,1 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren leben in Bedarfsgemeinschaften (nach den SGB II), dabei ist der Anteil der unter 3-Jährigen mit 17,8 % besonders hoch. Schülerinnen und Schüler mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit besuchen proportional öfters die Förder- und Hauptschulen und sind weniger an den Gymnasien vertreten. Die Inanspruchnahme von Jugendhilfeleistungen, Erziehungshilfen und Beratungsangeboten steigt zunehmend. Erwerbsfähige Frauen sind bei weitem noch nicht im gleichen Umfang ins Erwerbsleben eingebunden wie Männer. Frauen dominieren bei der Anzahl von Teilzeitstellen sowie geringfügiger Beschäftigung

Mit der Erstellung des Sozialberichtes 2008 wurde der Sozialatlas 2000 fortgeschrieben und um viele weitere neue Daten zu einer integrierten Sozialberichterstattung ergänzt. Der integrierte Sozialbericht ist damit einer der wenigen auf Landkreisebene in Deutschland und somit ein Novum.

Der Schwerpunkt des Sozialberichtes 2008 liegt auf dem lebenslagenorientierten Ansatz. Die unterschiedlichen Lebenslagen wie Armut, Erziehung, Bildung, Betreuung, Erwerbsbeteiligung, Wohnen und gesellschaftlicher Teilhabe wurden dargestellt und auf die Bevölkerungsgruppe der Kinder, Jugendlichen, Familien, Frauen, älteren Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderung bezogen. Bei der Erarbeitung galt es, sozialpolitisch aussagekräftige Daten der verschiedenen Fachbereiche des Lahn-Dill-Kreises sowie der Städte und Gemeinden, der Arbeitsagentur, der Polizei und der freien Träger zusammenzuführen.

Vergleichbar dem gerade im Landtag beschlossenen Sozialbericht, dem Landessozialbericht, hat der Lahn-Dill-Kreis hier bereits auf Kreisebene eine Vorreiterrolle übernommen. Der Sozialbericht 2008 zeigt neben der integrierten Sozialberichterstattung auch zielgerichtete Handlungsempfehlungen auf, die keine Entscheidungen vorweg nehmen, sondern als Aufgabe der Politik überlassen. Im Lahn-Dill-Kreis hat bereits in den vergangenen drei Monaten, in einem relativ kurzen Zeitraum, eine Sensibilisierung für die Ergebnisse des Sozialberichtes 2008 stattgefunden. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Maßnahmen werden nun in den nächsten Sitzungen der Kreistagsausschüsse diskutiert.

Weitere Informationen über den Sozialbericht unter www.lahn-dill-kreis.de (Jugend, Frauen & Bildung/Sozialplanung) oder bei der Sozialplanerin Meike Menn, Tel.: 06441 407-1222, E-Mail: meike.menn@lahn-dill-kreis.de.

Quelle: Stadt Wetzlar – Pressestelle

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