Energiewechsel

Wetzlar: Winter hält Arbeitsmarkt fest im Griff

Pressemeldung vom 28. Februar 2013, 10:43 Uhr

• Arbeitslosenquote im Februar unverändert bei 6,4 Prozent
• LDK: Ein Erwerbsloser mehr als im Januar, 1.217 mehr als vor einem Jahr*
• LM-WEL: Zwölf Arbeitslose weniger als im Januar, 210 mehr als vor einem Jahr
• Winterliche Witterungsverhältnisse dominieren Arbeitsmarktgeschehen
• Arbeitsmarkt vollzieht im Februar eine Seitwärtsbewegung
• Stellenrückgang nimmt an Intensität ab

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Februar 2013 insgesamt 14.282 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 6,4 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Januar lag die Zahl der Erwerbslosen bei 14.293, die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 6,4 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.855 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung – die Quote betrug seinerzeit 5,8 Prozent*.

Von den insgesamt 14.282 arbeitslosen Personen waren 5.095 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.531 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.656 Erwerbslose meldet das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der Winter hält den Arbeitsmarkt weiterhin fest im Griff“, so fasst die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, das Arbeitsmarktgeschehen im Februar kurz und knapp zusammen. Arbeitsmarktexperten sprechen von einer Seitwärtsbewegung des Arbeitsmarktes, die sich derzeit auch im Bezirk der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar vollziehe. Dies bedeute aber auch, dass sich der Abwärtstrend der letzten Monate im Februar nicht fortgesetzt habe, berichtet Berbuir weiter. Während die Arbeitslosigkeit hessenweit um ein halbes Prozent gestiegen sei, habe Limburg-Wetzlar einen geringfügigen Rückgang von 0,1 Prozent verzeichnen können. Gestiegen sei allerdings die Arbeitslosigkeit bei den unter 25jährigen sowie bei den Männern. Dafür seien aktuell saisonale Gründe verantwortlich, weil der Winter vor allem das Bauhandwerk sowie den Garten- und Landschaftsbau ausbremse, in denen vorwiegend männliche Arbeitskräfte tätig seien.

Der Stellenzugang bewege sich weiter unter dem Niveau des Vorjahres. Allerdings habe die negative Tendenz merklich abgenommen. Während die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen im Dezember und Januar im Vorjahresvergleich um jeweils 30 Prozent zurückgegangen sei, habe man im Februar lediglich 6,7 Prozent weniger Stellenmeldungen hinnehmen müssen. Der Lahn-Dill-Kreis hatte im Februar zwar noch ein Minus von 11,8 Prozent zu verkraften, der Kreis Limburg-Weilburg konnte jedoch trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse ein leichtes Plus von 1,5 Prozent verzeichnen.

Weil der vergleichsweise lang anhaltende Winter derzeit erheblichen Einfluss auf den Arbeitsmarkt nehme, ließe sich aus den aktuellen Arbeitsmarktdaten keine valide Aussage zu konjunkturellen Einflüssen ableiten, erklärt die Agenturchefin weiter. Verwertbare Prognosen könne man stellen, sobald die saisonalen Effekte das Marktgeschehen nicht mehr so stark überlagern.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Februar im Kreis Limburg-Weilburg bei 6,4 Prozent und blieb damit im Vergleich zum Vormonat unverändert. Im Februar 2012 betrug die Quote 6,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.702 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 12 weniger als im Januar (- 0,2 Prozent) und 210 mehr als vor einem Jahr (+3,8 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt 2012 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,7 Prozent. 2011 lag die Quote durchschnittlich bei 5,8 Prozent, 2010 bei 6,5 Prozent.

38,1 Prozent aller Erwerbslosen (2.171 Personen) im Kreis werden derzeit von der Arbeitsagentur betreut, 61,9 Prozent (3.531 Personen) vom Jobcenter. Somit ist die Zahl der Erwerbslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 18 Personen (+0,8 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 254 Arbeitslose (+13,2 Prozent) gestiegen. Günstiger sieht es im Bereich der Grundsicherung aus. Das Jobcenter Limburg-Weilburg verzeichnet im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 30 Erwerbslosen (-0,8 Prozent). Gegenüber Februar 2012 ist die Arbeitslosigkeit hier um 1,2 Prozent (44 Personen) gesunken.

Im Schnitt des Jahres 2012 waren bei der Arbeitsagentur 1.731 Erwerbslose und beim Jobcenter 3.348 Erwerbslose gemeldet.

Die Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen hat sich auch im letzten Monat unterschiedlich entwickelt. Während sie bei den Männern um 54 Betroffene (+1,7 Prozent) auf 3.199 angestiegen ist, verringerte sie sich bei den Frauen um 66 (-2,6 Prozent) auf 2.503 Erwerbslose. Für die unterschiedlichen Entwicklungen sind im Februar vor allem saisonale Gründe maßgebend. Der lange anhaltende Winter belastet vor allem die Außenberufe im Baugewerbe und Landschaftsbau. Hier sind primär männliche Arbeitskräfte beschäftigt. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 236 Erwerbslose (+8,0 Prozent) zu, bei den Frauen war ein Rückgang um 26 Personen (-1,0 Prozent) zu verzeichnen.

2012 waren jahresdurchschnittlich 2.635 Männer und 2.444 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Februar um 2,3 Prozent oder 14 Erwerbslose gestiegen. Aktuell sind 629 Arbeitslose jünger als 25 Jahre. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um 21 Jugendliche, bzw. 3,5 Prozent festzustellen.
Im Durchschnitt des Jahres 2012 waren 577 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 23 Betroffene (-1,4 Prozent) auf 1.571 Erwerbslose reduziert. Sie liegt damit um 130 Personen oder 9,0 Prozent über dem Vorjahreswert.
Im Jahresdurchschnitt 2012 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.383 ältere Erwerbslose gemeldet.

Im Februar 2013 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter 340 Vermittlungsaufträge. Dies waren 5 Stellen mehr als im Februar letzten Jahres (-20,8 Prozent).
2012 wurden insgesamt 3.869 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 749 mehr. Der Rückgang beträgt 16,2 Prozent.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 6,4 Prozent. Im Januar betrug sie ebenfalls 6,4 Prozent – im Vorjahresmonat 5,5 Prozent1. Aktuell sind an Lahn und Dill 8.580 Erwerbslose zu verzeichnen (einer mehr als im Vormonat, 1.217 mehr als vor einem Jahr / +16,5 Prozent) 1.

Im Jahresdurchschnitt 2012 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis bei 5,8 Prozent. 2011 lag die Quote durchschnittlich noch bei 6,0 Prozent, 2010 bei 6,9 Prozent.

Auf Agenturseite (Rechtskreis SGB III) erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen gegenüber Januar um 59 Personen (+ 2,1 Prozent) auf 2.924 Personen. Im Vergleich zum Februar 2012 nahm die Arbeitslosigkeit im SGB III-Bereich um 28,4 Prozent oder 646 Betroffene zu. Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter Lahn-Dill) sank die Erwerbslosigkeit innerhalb des letzten Monats um 58 auf 5.656 Personen (-1,0 Prozent). Somit sind im Bereich der Grundsicherung 571 Erwerbslose mehr registriert als vor einem Jahr (+11,2 Prozent)*. 34,1 Prozent aller Arbeitslosen im Lahn-Dill-Kreis werden von der Agentur für Arbeit betreut, 65,9 Prozent vom Jobcenter.

Im Schnitt des Jahres 2012 waren bei der Arbeitsagentur 2.116 Erwerbslose und beim Jobcenter 5.630 Erwerbslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer nahm im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 26 auf 4.625 Erwerbslose zu (+0,6 Prozent). Die Zahl erwerbsloser Frauen sank im gleichen Zeitraum um 25 oder 0,6 Prozent auf 3.955 Betroffene. Für die unterschiedlichen Entwicklungen sind im Februar saisonale Gründe maßgebend. Der anhaltende Winter belastet vor allem die Außenberufe im Baugewerbe und Landschaftsbau. Hier sind vorwiegend männliche Arbeitskräfte beschäftigt.

2012 waren jahresdurchschnittlich 4.005 Männer und 3.741 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 23,3 Prozent oder 189 Betroffene gestiegen*. Im Vergleich zum Januar betrug die Steigerung 10,3 Prozent oder 93 Personen. Aktuell sind 1.000 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet.

Im Durchschnitt des Jahres 2012 waren 827 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren nahm die Erwerbslosigkeit im Februar um 89 Betroffene (-3,1Prozent) auf 2.759 Arbeitslose ab. Gegenüber Februar 2012 muss bei diesem Personenkreis ein Anstieg von 477 älteren Erwerbslosen (+ 20,9 Prozent) konstatiert werden1.

Im Jahresdurchschnitt 2012 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill-Arbeit 2.421 ältere Erwerbslose gemeldet.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag auch in diesem Monat unter dem Vorjahresniveau. 477 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 64 Stellen oder 11,8 Prozent.
2012 wurden insgesamt 5.763 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 1.585 mehr. Der Rückgang beträgt 21.6 Prozent.

Quelle: Agentur für Arbeit Wetzlar

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