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Wetzlar/Dillenburg: Hunde sollten gegen Staupe geimpft sein

Pressemeldung vom 12. Februar 2015, 09:04 Uhr

Aus aktuellem Anlass möchte die Abteilung für Veterinärwesen und Verbraucherschutz alle Hundehalterinnen und Hundehalter im Lahn-Dill-Kreis daran erinnern, wie wichtig die Staupeimpfung für Hunde ist. „Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, trotzdem sollten unsere Hunde vor dieser tödlichen Erkrankung geschützt werden“, so der Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Heinz Schreiber.

In Herborn wurde bei einem Fuchs eine Infektion mit dem Staupevirus nachgewiesen. Die Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion, für die Hunde, Füchse, Dachse, Marder, Frettchen und Waschbären empfänglich sind. Menschen und Katzen erkranken dagegen nicht. Die Ansteckung mit dem Staupevirus erfolgt in erster Linie durch den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier. Jagdhunde bzw. Hunde mit möglichem Kontakt zu Wildtieren sind deshalb einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Da sich Füchse aber auch innerorts aufhalten, besteht für andere Hunde ebenfalls die Gefahr sich anzustecken. Eine Behandlung der Staupe ist kaum möglich.

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme, um eine Staupeinfektion zu verhindern, ist die Impfung der Hunde.

Das Krankheitsbild der Staupe ist vielgestaltig und führt häufig zum Tode. Hohes Fieber, Mattigkeit, Fressunlust sowie Augen- und Nasenausfluss sind oftmals erste Symptome. Im weiteren Verlauf kann sich die Erkrankung in verschiedenen Organsystemen manifestieren, so dass man von der Lungenstaupe, Darmstaupe oder bei einer Erkrankung des Nervensystems von der Nervenstaupe sprechen kann. Tiere, die die Erkrankung überleben, behalten häufig lebenslange Schäden zurück. Hierzu gehören z. B. das sogenannte Staupegebiss – dabei handelt es sich um einen Zahnschmelzdefekt bei Junghunden – und der sogenannte Staupetick mit unkontrollierten Muskelzuckungen.

Quelle: Wetzlar/Dillenburg

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