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Wetzlar/Dillenburg: Portrait von Wilhelm Sartorius ergänzt Galerie der Landräte im Kreishaus

Pressemeldung vom 29. August 2016, 14:05 Uhr

Landrat Wolfgang Schuster nahm in der letzten Woche ein ungewöhnliches Stück Geschichte in Empfang: Als Dauerleihgabe von der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft Braunfels e. V. (*) zur Verfügung gestellt, wird ein Portrait von Dr. jur. Wilhelm Sartorius, des letzten preußischen Landrates des Altkreises Wetzlar (1900 bis 1929), die Bildergalerie der Landräte im Kreishaus ergänzen.

Erinnerung mit Bezug zu einem besonderen Jubiläum: 200 Jahre Landkreis Wetzlar

Mit dem Wiener Kongress 1816 fing alles an: Mit seinen Beschlüssen wurde der Landkreis Wetzlar als preußischer Landkreis und als erster Landkreis überhaupt im heutigen Hessen gegründet. Damals war er eine unscheinbare Enklave ohne territoriale Verbindung zu Preußen Den damaligen theoretischen Anforderungen an eine Kreisreform entsprach er keineswegs: Er hatte weder eine Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 36.000, noch ein abgerundetes Kreisgebiet, noch ein für alle leicht erreichbaren Sitz der Kreisbehörde. 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner lebten in einem noch nicht einmal territorial zusammenhängenden Gebiet.

Fast in der goldenen Mitte: Die Amtszeit von Dr. Wilhelm Sartorius als Landrat des Altkreises Wetzlar von 1900 bis 1929 lag in einer geschichtlich mehr als nur turbulenten Epoche. Die Heimatkundliche Arbeitsgemeinschaft Braunfels sorgt als Verein für die Geschichte des Solmser Landes dafür, dass Person und Wirken des Dr. Wilhelm Sartorius in Erinnerung bleiben. Das Portrait stammt aus dem Nachlass eines Enkels – geerbt hat es der Verein. Testamentarisch wurde verfügt dafür Sorge zu tragen, das gute Stück an repräsentativer und würdiger Stelle auszustellen und so der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vertraglich zu- und abgesichert, wird diese Stelle das neue Kreisgebäude in Wetzlar sein.

Gastgeber Landrat Wolfgang: „In Braunfels gibt es die seit 1934 geschützte Sartorius-Eiche, ein eindrucksvoller Einzelbaum (Umfang 3,40 m, Höhe 19 m; geschätztes Alter ca. 450 bis 500 Jahre) mit heimatkundlicher Bedeutung zur Erinnerung an den Landrat, der es in seinem Amt am längsten ausgehalten und sich in vielen Bereichen um die Belange des Kreises verdient gemacht hat. Jetzt gibt es noch einen zweiten ‚Hotspot‘ – und für uns ist es eine Ehre, sein Portrait auf Dauer zu beherbergen.“

Das imposante (Öl-)Gemälde aus den 1920iger-Jahren des Düsseldorfer Malers Fritz Reusing misst 1 m x 1 m. Es bekommt im Foyer des Kreistagssitzungssaales im 2. Stock des neuen Kreisgebäudes seinen Platz und kann während der Öffnungszeiten des Hauses gerne besucht und betrachtet werden.

(*) vertreten durch Burkhard Steinhauer (Vorsitzender), Gerhard Ihlow (Vorsitzender) und Renate Fuhr (Mitglied im Vorstand)

Quelle: Wetzlar/Dillenburg

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