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Wetzlar/Dillenburg: Positives Signal zum Gesundheitszentrum Mittelhessen

Pressemeldung vom 10. Juni 2015, 13:59 Uhr

Bei einer außerordentlichen Sitzung der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrats der Lahn-Dill-Kliniken wurde gestern (9. Juni 2015) über die Bildung einer gemeinsamen Dachgesellschaft der Lahn-Dill-Kliniken mit dem Gesundheitszentrum Wetterau diskutiert. Die Gesellschafterversammlung beschloss mit großer Mehrheit, folgenden Beschluss in die Kreistagssitzung am 20. Juli 2015 einzubringen: „Der Lahn-Dill-Kreis bekennt sich ausdrücklich zur Zukunftsentwicklung der Lahn-Dill-Kliniken und begrüßt auch die Möglichkeit der Bildung eines Mittelhessischen Klinikverbundes in kommunaler Trägerschaft auch unter möglicher Bildung einer gemeinsamen Dachgesellschaft „Gesundheitszentrum Mittelhessen GmbH“ gemeinsam mit dem Wetteraukreis und der Stadt Bad Nauheim.“

„Wir alle sind uns einig, dass kommunale Krankenhäuser zukunftsfähige Konzepte aufweisen müssen, um in der hart umkämpften Krankenhauslandschaft bestehen zu können“, verdeutlichte Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Lahn-Dill-Kliniken. „Ich bin überzeugt davon, dass man auf Dauer nur in einem größeren Verbund erfolgreich sein kann.“ Es sei wichtig, den Menschen im Lahn-Dill-Kreis auch zukünftig eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung anbieten zu können.

„Es besteht aber noch Gesprächsbedarf“, erklärte Schuster. „In meiner Funktion als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung wurde ich beauftragt, mit unseren möglichen Verbundpartnern Einzelheiten zu erörtern.“

So werde man zum Beispiel besprechen, wie mögliche Liquiditätsrisiken abgesichert werden können und wie die Finanzierung der einzelnen Gesellschaften auch in Zukunft sichergestellt werden könne. Auch die Absicherung von Haftungsrisiken aus Geschäftsbetrieben und Nachschusspflichten würden thematisiert werden. Ebenso werde man mit den möglichen Partnern über Grundstücksfragen diskutieren. Ein weiterer Punkt, der besprochen werde, sei die Entscheidungsstruktur innerhalb eines möglichen Verbundes.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den Kollegen aus dem Wetteraukreis und der Stadt Bad Nauheim diese Details erfolgreich diskutieren werden“, so der Landrat des Lahn-Dill-Kreises. „Ich gehe davon aus, dass der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises in seiner Sitzung im Juli der gestern beschlossene Beschlussvorlage mit großer Mehrheit zustimmen wird.“

Ein wesentliches Ziel sei es, die kommunale Trägerschaft der Lahn-Dill-Kliniken auch in Zukunft sicherzustellen, da diese für die stationäre und auch für die ambulante Versorgung der Bevölkerung im Lahn-Dill-Kreis unverzichtbar sei.

Durch eine gemeinsame Dachgesellschaft mit dem Gesundheitszentrum Wetterau hätte man gute Chancen, dies zu erreichen. „Wir sehen nicht nur die wirtschaftlichen Synergien, die ein gemeinsamer Verbund mit sich bringen würde, auch die Arbeitgeberattraktivität wird durch einen größeren Verbund gesteigert“, erläuterte Schuster. Auf Dauer könnten Krankenhäuser nur erfolgreich agieren, wenn sie genügend qualifiziertes Personal hätten.

Außerdem müsse man sich auf die veränderten gesundheitspolitischen Rahmen­bedingungen einstellen. Die aktuelle Krankenhausreform plant, die medizinische Versorgungsqualität als Kriterium bei der Krankenhausplanung der Länder gesetzlich einzuführen. Für Leistungen besonders guter Qualität und solche in spezialisierten Zentren sollen zukünftig Zuschläge vereinbart werden. „Gute Qualität ist durch höhere Fallzahlen, die ein solcher Verbund mit sich bringen würde, noch besser erreichbar“, erklärte der Landrat. Zudem hätte das Land Hessen die durch eine Verbundbildung erzielbaren Qualitätsverbesserungen auch als wichtige Kriterien im Rahmen der Investitionsförderung in Aussicht gestellt.

Quelle: Wetzlar/Dillenburg

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