Energiewechsel

Wiesbaden: Die Digitale Dividende – Chancen für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum

Pressemeldung vom 24. August 2009, 13:03 Uhr

Wiesbaden. Breitbandige Datenverbindungen sind heute ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen und
beeinflussen die Bürger bei der Wahl ihres Wohnortes, da sie die Basis einer regionalen
Informationsinfrastruktur darstellen. Während in den Ballungszentren fast flächendeckend sehr
schnelle Datenanbindungen zur Verfügung stehen, ist die Grundversorgung in der Region
oftmals nicht vorhanden.
Aus diesem Grund muss die Anbindung bisher nicht versorgter Regionen an die
Grundversorgung schnellstmöglich hergestellt werden, um die Attraktivität der Regionen für
Unternehmen und Bürger zu gewährleisten.
Deshalb wird das Land Hessen im Rahmen seiner Breitbandstrategie die Breitbandversorgung,
insbesondere im ländlichen Raum, weiter verstärkt vorantreiben. Dazu werden alle verfügbaren
Maßnahmen umfassend genutzt, die dazu geeignet sind.
So können die hessischen Gemeinden zur Herstellung der Grundversorgung auf GAK- und
GRW-Fördermittel zugreifen. Darüberhinaus unterstützen in Zukunft Breitbandberater in den
hessischen Regionen die Kommunen bei der Herstellung der Grundversorgung.
Modellprojekt Digitale Dividende
Eine weitere mögliche Maßnahme zur Anbindung der Regionen an die Breitband-
Grundversorgung ist die Nutzung der Digitalen Dividende.
Dazu werden Funkfrequenzen zwischen 790 und 862 MHz für die Breitbandversorgung genutzt,
die bisher zur Übertragung des analogen Fernsehsignals verwendet wurden und nun durch die
Umstellung auf digitale Signale frei werden.
Im Gegensatz zu den kabelgebundenen Technologien erlaubt diese funkgestützte Technik die
kostengünstige Anbindung der ländlichen Region und soll deshalb vorrangig für die Schließung
der Versorgungslücken in ländlichen Bereichen genutzt werden.
Aus physikalisch-technischen Gründen scheinen sich die Frequenzen der Digitalen Dividende
für die Versorgung in der Fläche besonders gut zu eignen. Sie haben eine besonders hohe
Reichweite und gute Gebäudedurchdringung, so dass sich der Investitionsbedarf der
Netzbetreiber, zum Beispiel für den Bau von Sendemasten, in Grenzen hält.
Im Rahmen des Modellversuchs Digitale Dividende in Hofbieber soll jetzt die die
Praxistauglichkeit dieses Verfahrens ermittelt werden.
Dazu werden in Hofbieber in den nächsten zwölf Monaten 50 Testnutzer das funkgestützte
Breitbandangebot kostenfrei testen können. Interessierte Bürger und Unternehmen können sich
im Rahmen der Informationsveranstaltung am 25.08.2009 um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum
Hofbieber für eine Teilnahme bewerben.
Sofern die an die Digitale Dividende gestellten Erwartungen erfüllt werden, ist davon
auszugehen, dass diese Breitbandtechnologie mittelfristig ein weiterer Bestandteil der
Hessischen Breitbandstrategie sein wird.
Die Durchführung dieses Modellversuches wird durch eine Kooperation der
Landesmedienanstalt Hessen, dem Mobilfunkanbieter vodafone und der Gemeinde Hofbieber
unter der Federführung des Hessischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt.

Quelle: Stadt Wiesbaden – Pressestelle

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